Festplattendefekt und Datensicherung

Es war ja klar! Natürlich passiert so etwas immer dann, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann. Eigentlich wollte ich „nur“ meinen PC einschalten, um schnell meine E-Mails vor einem Termin abzurufen. Leider kam es anders, als es kommen sollte.

Der Crash

Mein Windows XP startete schon deutlich langsamer als sonst. Als ich mich dann bei meinem Benutzerkonto anmelden wollte, dauerte es eine gefühlte Ewigkeit bis alles komplett geladen wurde. Ich dachte mir „Naja, man könnte wieder eine Defragmentierung durchführen!“

Gesagt, getan… kaum begann das Programm auf meiner Windows Partition zu arbeiten, hing auch schon der gesamte PC. Also ein Neustart. Der Rechner führte ein Chkdsk aus und beendete die Überprüfung mit einem „unbekannten“ Fehler und startete erneut. Wäre mir lieber gewesen, wenn der Fehler bekannt gewesen wäre. Back to topic.

Ich gab dieser Maschine des Bösen einen letzten Versuch für einen erfolgreichen Startvorgang. Kurz vor dem Login-Screen hisste er dann doch wieder die weiße Flagge und verabschiedete sich. Irgendwie hörte ich den Rechner schon „Nä nä nä nänä näää!“

Zu diesem Zeitpunkt dachte ich mir „Ok. Du willst es anscheinend nicht anders!“ und suchte meine Paragon Festplattentools CD heraus. Mit dem Festplattenmanager wollte ich eine Fehlerüberprüfung machen. Auf meinem PC habe ich drei Partitionen. Eine für Windows, eine für „unwichtige Daten“ und eine für alles, was ich für Arbeit und Studium benötige. Meine Daten werden generell nicht in der Windowspartition gespeichert. Ich habe mein Windows so angepasst, dass Mails, Kontakte, Eigene Dateien, Downloads usw. automatisch auf der dritten Partition landen. Das ist sehr hilfreich, wenn man das Betriebssystem neu aufsetzen muss. Die beiden letzten Partition ließ ich zuerst überprüfen. Keine Fehler. Dann kam Windows… was soll ich sagen, da verweigerte der PC wieder jegliche weitere Kooperation. Der Resetknopf schien mich schon höhnisch anzulachen.

Das BIOS lief mit seinen Meldungen durch und siehe da… öhm bzw. was ist das… die Festplatte wurde nicht mehr erkannt. Einige Verwünschungen und Stoßgebete später, entschied ich mich, mir eine neue Festplatte zu besorgen.

Für 54,- Euro kaufte ich eine neue SATA mit 500 GB (effektiv 466 GB).

Die Wiederherstellung

Dank meiner Arbeit an der Uni im technischen Bereich, habe ich schon sehr viele verschiedene Probleme mit PCs zu Gesicht bekommen. Aus diesem Grunde habe ich mehrere Vorsichtsmaßnahmen getroffen, um den Daten-Gau zu verhindern.

Dazu gehören:

  1. Daten nie direkt auf die Partition von Windows speichern
  2. auf eine 2. physische Platte eine Kopie der wichtigsten Daten speichern
  3. ein kleines, aber nützliches Programm für Sicherungsaufgaben „Personal Backup
  4. ein Festplattenmanager und Partitionstool von Paragon (gibt es häufig auch in einer Vorgängerversion in diversen PC-Fachzeitschriften als Vollversion)

Ich baute die neue Platte ein und zog erst einmal die Kabel der übrigen Festplatten ab. Die neue SATA Platte wurde sofort erkannt. Da mein PC schon seit Monaten eine frische Installation benötigte, kam meine Windows XP CD zum Einsatz. Ich ließ eine 120 GB große Partition für Windows erstellen. Den Rest des Platzes wies ich noch nicht zu. Nachdem der Vorgang abgeschlossen war, schaltete ich den PC aus und schloss die defekte Platte wieder an. Zum Glück wurde sie wieder erkannt. Mit dem Paragon Drive Backup ließ ich die beiden intakten Partitionen von der alten auf die neue Platte kopieren. Der Vorteil solcher Backuptools besteht darin, dass es meist recht schnell geht, das Datum der letzten Änderung nicht angetastet wird und man sogar die Größe der Partitionen auf der neuen Platte vorher festlegen kann. Solche Programme sind auch hilfreich, wenn man ein funktionierendes System auf eine neue größere Platte umziehen möchte, ohne das Betriebssystem neu installieren zu müssen. Nach ca. 40 Minuten hatte er die knapp 100 GB auf der neuen Platte. Hätte meine alte Platte komplett versagt, hätte ich die Daten mit Personal Backup wieder von meiner 2. internen Festplatte zurück sichern können.

Ich nahm die alte Festplatte wieder aus meinem PC und startete erneut. „Tada!“ alle Daten waren noch da. Da mit der Kopie sogar noch die Laufwerksbuchstaben stimmten, musste ich in Windows und den diversen Programmen (Mail, Backup, Messenger usw.) nur die Pfade wieder ändern. Et voilà, es war wieder alles verfügbar.
Aus dieser Aktion kann man wieder lernen:

  1. eine Festplatte kann immer irgendwann Probleme machen. Die Einstellung „Das passiert mir nicht!“ funktioniert nur solange, bis es einem passiert :) .
  2. Datensicherungen sind Gold wert!

Link zu Personal Backup

Über Torsten
Mein Name ist Torsten. Ich hoffe der Artikel hat dir gefallen und über ein Feedback von dir würde ich mich sehr freuen.

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