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Mein kleiner Skoda hat jetzt endgültig das Zeitliche gesegnet. Es passierte auf dem Parkplatz beim Magdeburger Finanzamt. Erster Gang eingelegt, Gas gegeben und *KNALL*. Eine große Dampfwolke nebelte das Auto ein und unter dem Motor lief nur so das Wasser heraus. Ok, dachte ich mir… wenn das mal nicht der Kühler ist. Tja, nach dem öffnen der Motorhaube bestätigte sich meine Befürchtung. Alles, aber auch wirklich alles war nass. An der Seite meines Kühlers klaffte ein großer Riss.
Da konnte ich nur den ADAC anrufen. Es war mal wieder eines der Gespräche, wo man im Nachhinein doch schmunzeln kann. Ich teilte dem netten jungen Mann am Telefon meine Situation mit und wagte trotz meines geringen KfZ-Wissens die Diagnose “Kühler putt!” zu verkünden. Er fragte mich nach meiner Position. Ich sagte nur “Ich stehe hier momentan als einziges Fahrzeug auf dem Parkplatz. Meine Motorhaube ist auch geöffnet. Kann man nicht verfehlen!”. Er fragte mich nach einer Hausnummer und der Parkplatzreihe. Gut, dachte ich mir, Geduld ist ja auch eine Tugend. Zähneknischend versuchte ich ihn zu überzeugen, dass man mich nicht übersehen kann und ich nicht wüsste welche Reihe ich stehe, da es keine Nummerierung gibt und ich keine Ahnung habe von wo aus er zählen würde. Nach einem “Ich stehe nur 4 Meter von der Parkplatzeinfahrt entfernt!” ließ er Gnade walten. Mir war klar, dass ich nur noch mit meinem Fahrzeug abgeschleppt werden konnte.
Nach “nur” 45 Minuten war der nette Herr in Gelb dann bei mir. Irgendwie wirkt der Satz “Einen schönen Guten Tag!” doch immer sehr ironisch in so einem Moment oder?! Egal, er warf einen Blick in den Motorraum, sah dass alles tropfte und ich wies mit meinem Zeigefinger auf den nicht zu übersehenden Riss. “Hmmm, da kann ich nichts machen. Da muss ich Sie abschleppen!” … dachte ich mir schon. In diesem Moment fragte er mich nach der Art meiner Mitgliedschaft und ich sagte: “Basic”. Er klärte mich auf, dass ich so nicht zu meiner “Stammwerkstatt” gebracht werden könnte und ich somit auf eine Plus-Mitgliedschaft wechseln sollte. Mir war in diesem Moment alles egal, da es eh schon ein stressiger Tag war und ich auch irgendwann wieder zu hause sein wollte.
Bei der Werkstatt angekommen, schaute ich mir die Prospekte des ADAC an. Der Umstieg war dann doch eine gute Idee, da ich so viele nützliche Zusatzleitungen für die Urlaubsfahrten ins Ausland erhalte. Naja, der Blick des Mechanikers und seine Aussage “Kühler, Thermostat und evetuell die Zylinderkopfdichtung müssten ersetzt werden.” brachte mich dann doch ins Grübeln. Ich einigte mich mit der Werkstatt, dass ich spätestens bis Mittag des kommenden Tages Bescheid geben würde. Nachdem ich die kleinen Macken, das Alter und die wieder vor der Tür stehenden TÜV und AU Untersuchungen in Betracht zog, hatte ich mich dazu entschlossen, mein Auto zu verschrotten. Deshalb rief ich am nächsten Tag die Werkstatt an und teilte mit, dass ich eine Reparatur nicht mehr für sinnvoll halte. “Das kostet dann 80,- Euro und wir erledigen dann alles für Sie!” war die Auskunft der Dame am Telefon. Naja, immer noch besser als das Auto zu einem “Faß ohne Boden” werden zu lassen. Mit dem Auto meiner Eltern machte ich mich auf den Weg. Ich übergab den Fahrzeugbrief, den Fahrzeugschein und die Schlüssel. Nachdem ich alle Dinge aus dem Auto geräumt hatte, war die Sache dann auch entgültig.
Ok, jetzt die Frage ob ich traurig darüber bin?! Meine klare Antwort dazu… jain. Über den Verlust des alten Autos mache ich mir keine Gedanken, nur die Funktion als Transportmittel fehlt und ist ungewohnt. Aber der Gedanke sich jetzt wieder ein neues Auto zuzulegen entschädigt doch irgendwie. Ein Gebrauchtwagen kommt nicht in Frage und schon sitzt man wieder vor dem PC und informiert sich über ein neues Auto.
Als positiver Nebeneffekt kann ich sagen, dass ich unfreiwillig wieder etwas mehr Bewegung bekomme. Mein Vater hatte sich vor drei Jahren ein Fahrrad gekauft, es jedoch nur maximal 4 mal benutzt. So konnte ich mir das Geld für ein eigenes Fahhrad sparen und kann es lieber in ein neues Fahrzeug investieren. Mit dem Fahrrad, guten Anbindungen zu den öffentlichen Verkehrsmitteln und der Option zu jeder Zeit das Auto meiner Eltern verwenden zu können, wird es nicht wirklich dramatisch.
Tja, so schnell gehts und man tritt wieder einmal in die Pedale. Heute war ich schon das erste Mal wieder mit dem Drahtesel zur Arbeit an der Uni gefahren… und ich war nicht langsamer als sonst. Die Vorfreude auf ein neues eigenes Auto ist mir die momentane Entbehrung wert.
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- Aktualisiert am:
- 23. Mai 2010
- Kategorie:
- Netz-Online
- Tags:
- Auto
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