Internetzugänge im Wandel

Als ich eine paar Informationen zu den Highlights der CeBIT vergangener Jahre angesehen hatte und in Erinnerungen an meinen guten C64, mein 56K Modem oder meinem 9 Nadel-Drucker schwelgte, interessierte es mich, wie sich der Gang ins Internet für mich entwickelt hat.

Mein erster Fujitsu Siemens PC (mit einem AMD 400 MHz K6-2), verfügte damals „schon“ über ein 56K USRobotics Dail-up Modem. Es musste extra ein Loch durch die Decke bzw. des Bodens gebohrt werden, damit das Telefonkabel nicht durch den gesamten Flur und an der Treppe entlang verlegt werden musste. Meist konnte ich auch erst spät abends ins Internet, da sonst die Leitung für Telefonate nicht frei war. Schon damals gab es böse Menschen, die ahnungslosen Webseitenbesuchern hinterhältig einen Dailer auf den PC unterschoben, um damit Geld zu scheffeln. So manch Internetnutzer hatte dann eine fiese Überraschung, in Form einer horrenden Telefonabrechnung im Briefkasten. Mir blieb diese Lektion zum Glück erspart. Meine DFÜ-Zugangsdaten besorgte ich mir aus PC Zeitschriften. Fast jede Woche kaufte ich mir eine neue Ausgabe. Damals lohnte es sich noch, da man die Programme auf den Heft-CDs nicht extra herunterladen musste. Ich erinnere mich noch dunkel an die Updates des IE 5. Da saß man schon eine Weile mit einer Tasse Kaffee in der Hand und hoffte, dass die Verbindung nicht abbrach!

Ich habe noch den Gesichtsausdruck eines Freundes im Gedächtnis, wie er mir dann vor vielen Jahren mit stolzgeschwellter Brust sein  ISDN mit Kanalbündelung zeigte und wie unglaublich schnell sich die Seiten bei ihm aufbauen. Jaja, mit maximal  128 KBit/s konnte man damals noch richtig angeben, wie der Download einer  „riesigen“  1 Megabyte großen Datei in etwas mehr als einer Minute möglich war. Heutzutage würde ich sofort dem Supportmenschen am anderen Ende der Hotline am Hals hängen, wenn mein Internetzugang nur noch solche Werte liefern würde.

Dann 2002 wurde ich auch glücklicher Besitzer von DSL. Mit unglaublichen 768 KBit/s hatte man das Gefühl, im Gegensatz zu 56 K, förmlich durch das Internet zu rasen.  Einige Zeit später folgte ein Anbieterwechsel auf 1 MBit/s. Der Umstieg war nicht sonderlich spektakulär. Wesentlich interessanter war dann danach schon eine Steigerung auf 3 MBit/s und ich hatte schon etwas mehr Spaß damit, auch größere Dateien auf meinen Webspace zu laden. Dies war nicht so ungewöhnlich, da ich auf meiner Fanseite zu einem Computerspiel eigene Titel wie z.B. A long way home (Download ca. 8 MB als MP3), Iconsets, Übersichten und Spielstände kostenlos angeboten habe.

Bei meinem Provider gab es dann eine Aktion, dass ich für nur einen geringfügig höheren Betrag auf einen 6 MBit/s Vertrag wechseln konnte. Leider konnte ich seit dem nicht auf 16.000 umsteigen, da technisch leider nicht mehr in meinem Gebiet möglich ist.

Wo sind wir heute angekommen? Ich warte, dass auch ich bei meinem Anbieter einen VDSL Anschluss bekomme. Vermutlich werde ich mich erst einmal mit 25 MBit zufrieden geben. Um ehrlich zu sein, mich interessiert dabei eher der Upload als der Download. Aber da vermute ich mal, dass es vielen Betreibern von Webseiten so geht.

Fazit:

Der Datenhunger ist über die Jahre schleichend und natürlich gewachsen. Dank Flatrates macht man sich über die verbrauchte Datenmenge keine Gedanken mehr. Mit einem Blick in das Log des letzten Monats meiner FritzBox 7170, holte mich die Realität wieder zurück. Videoportale wie Vimeo, YouTube und Co. lassen uns unbemerkt jeden Monat fleißig Download-Traffic sammeln. Messenger und Online-Games erzeugen schon einen nicht zu verachtenden Upload. Die vielen Webseiten mit ihren Multimedialen Angeboten sind mittlerweile auf die hohen Bandbreiten angewiesen.

Doch nicht nur zu Hause, sondern auch unterwegs können viele von uns nicht mehr auf den Zugang zu Internetdiensten verzichten. Ohne die Entwicklung von WLAN und UMTS usw. wären auch sicherlich nicht die Netbooks aufgetaucht, von Smartphones oder E-Book Readern ganz zu schweigen. Da wollen wir doch hoffen, dass die Leitungen und Sendemasten halten und uns keinen Ausfall verursachen. Daran möchte bestimmt angefangen vom Webseitenbetreiber bis hin zum Aktionär lieber keiner denken. Denn so ein GAU würde sicherlich einen wirtschaftlichen Schaden verursachen, dessen Ausmaß sich nur schwer abschätzen lässt. Ich möchte damit nur einmal zum Überlegen anregen, was für uns heute schon selbstverständlich geworden ist, wovon man vor vielen Jahren noch nicht einmal geträumt hätte. Aus diesem Grund bin ich gespannt, was wir wieder in z.B. 10 Jahren im Alltag verwenden und dann schmunzelnd auf die „alten“ Zeiten zurückblicken.

http://www.amd.com/de/
Über Torsten

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