Keine Angst vor Firmenkontakten

In letzter Zeit hatte ich viel Kontakt zu Unternehmen wegen Netz-Online. Auf der einen Seite kamen die Firmen direkt auf mich zu und auf der anderen Seite hatte ich die Initiative ergriffen. Aus diesem Grund möchte ich euch an dieser Stelle etwas über meine Erfahrungen berichten. Für relativ kleine Blogs, so wie z.B. Netz-Online, ist es sicherlich interessant zu wissen, welche Möglichkeiten man hat und auf welche Dinge geachtet werden sollte.

Wozu der Kontakt zu Firmen?

Für mich gibt es hauptsächlich zwei Gründe. Da wäre natürlich das Sponsoring für Gewinnspiele. Was ist besser, als den Gewinn selbst aus der eigenen Tasche zu bezahlen? Richtig, einen Sponsor suchen. Der zweite Grund ist bei mir das Testen von Software. Es gibt viele Programme, die ich für sehr nützlich halte und über die ich gern berichte. Sicherlich gibt es auch bereits zu den meisten Programmen auch Testversionen, die für einen bestimmten Zeitrahmen als Vollversion laufen. So sehe ich es nicht als verwerflich, mich mit einem Programm zu beschäftigen, eine Rezension für die Besucher meines Blogs zu schreiben und als Gegenzug dafür die Software als Vollversion weiter nutzen zu dürfen. Anfangs hatte ich gedacht, dass man schon eine eigene Redaktion haben muss, um dies auch für den eigenen Blog nutzen zu können. Das ist anscheinend nicht der Fall. Auch als relativ kleiner Blog könnt ihr schon für Unternehmen attraktiv sein.

Zusammenfassend möchte ich aber noch einmal betonen, dass dies natürlich nicht bedeutet, dass ich nur noch kostenpflichtige Programme vorstelle, die ich auch als Vollversion bekomme! Ich berichte über alles was mir gefällt und ich nutze nur die Möglichkeiten, wenn sich diese anbieten. Wichtig ist aus meiner Sicht, dass beide Seite damit leben können und ich objektiv bleiben kann. Es wird auch nicht erwartet, dass ihr Lobeslieder auf das zur Verfügung gestellte Produkt singen sollt. Die Firmen freuen sich auch über konstruktive Kritik und Anregungen.

Mut zur Frage!

Eines ist klar, nicht jede Anfrage endet in einer positiven Rückmeldung. Aber wer es nicht versucht, hat erst recht keine Chance. Was habt ihr zu verlieren? Eigentlich nichts, außer der Zeit für die Formulierung einer E-Mail. Was habt ihr zu gewinnen? Ein Produkt oder eine Leistung zum Testen und eine dauerhaften Nutzung.

Worauf solltet ihr beim Firmenkontakt achten?

Stellt euch die Fragen „Warum möchte ich gerne ein Produkt oder einen Dienst testen bzw. vorstellen?“ und „Was bringt es der Firma?“. Das sind einfache, aber grundlegende Fragen. Auf der einen Seite möchtet ihr ein Produkt oder die Dienstleistung der Firma verwenden, testen oder verlosen und auf der anderen Seite, möchte das Unternehmen natürlich wissen, welchen Mehrwehrt es aus dieser Aktion zieht. Es ist die alte Sache mit dem „Nehmen und Geben“.

Wendet euch zuerst an Unternehmen, deren Produkte ihr eventuell schon als Testversion nutzt. Ich verwende z.B. auch gern Software von PC-Zeitschriften auf CD. Da sind meist ältere Versionen enthalten, aber dafür teilweise als Vollversion. Seid ihr mit so einem Programm zufrieden, fragt doch einmal bei der Firma nach und lasst es sie auch wissen, dass ihr gerne eine aktuelle Version ausprobieren möchtet, weil ihr mit einem Vorgänger schon sehr zufrieden seid. Für die Unternehmen ist es natürlich wichtig, dass ihr wirklich an dem Produkt oder des Dienstes interessiert seid und nicht nur einfach etwas „abstauben“ möchtet.

Ich stelle meinen Anfragen bis jetzt hauptsächlich per Mail. Aber auch der gute alte Telefonhörer leistet noch gute Dienste. Wichtig ist es höflich und förmlich zu sein. Mit einer netten Anfrage hat man schon einen guten Start vollbracht. Denkt bitte auch daran, bei den Unternehmen die Kontaktpartner mit „Sie“ anzureden. Auf das „Du“ kann immer noch gewechselt werden, wenn dies auf Gegenseitigkeit beruht.

Besonders im Bezug auf das Sponsoring von Gewinnspielen sei zu erwähnen, dass ihr am besten gleich mehrere Unternehmen (z.B. Verlage) anschreibt. Erstens bekommt ihr von einigen überhaupt keine Antwort und zweitens gibt es nicht immer eine Zusage. Wenn aber von 10 Firmen auch nur eine positiv reagiert, ist es schon ein Erfolg.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Ehrlichkeit. Stellt euch und euren Blog bzw. euer Projekt vor. Geht ein wenig auf den Inhalt ein. Sinnvoll ist es auch, etwas über die Zugriffszahlen zu sagen. Auch wenn ihr ein eher kleiner Blog seid, hebt eure Stärken hervor und kommuniziert was euch wichtig ist.

Aus meiner Erfahrung heraus, schauen sich die Firmen sehr wohl eure Seiten an. Dabei entscheiden die Qualität der Beiträge und der Gesamteindruck darüber, ob eine Firma ein Produkt oder den Dienst kostenlos zur Verfügung stellen möchte.

Vergesst bitte auch nicht das „Danke“. So wie sich die Firmen freuen, dass über sie berichtet wird, so könnt ihr auch direkt eine Rückmeldung geben, dass ihr euch über die Möglichkeit der Zusammenarbeit freut. Solltet ihr also die Mail mit einem Zugangs- oder Lizenzcode bekommen, ist es nur höflich, sich dafür auch normal zu bedanken und nicht einfach den Kontakt an dieser Stelle abzubrechen. Gebt am besten auch direkt den Hinweis, dass ihr z.B. den Link zu der Rezension von euch aus an den Ansprechpartner des Unternehmens sendet.

Bleibt ruhig am Ball. Fragt freundlich nach, falls ihr euch eventuell auch für eine anderes Produkt einer Firma interssiert. So habt ihr auch die Option, weiter mit dem Unternehmen in Kontakt zu bleiben und zu einem späteren Zeitpunkt wieder zusammenarbeiten zu können.

Fazit

Fragen lohnt sich also auf jeden Fall. Ihr solltet jedoch nicht erwarten, für jede Anfrage eine positive Antwort zu bekommen. Es kann auch eine Weile dauern, bis ihr eine Antwort erhaltet. Also einfach ein wenig Geduld aufbringen. In der Regel sind die Firmen sehr interessiert, mit einem Weblog eine Kooperation zu versuchen. Meine Kontaktpartner sind bis jetzt alle sehr freundlich und informationsbereit gewesen. Für euch lohnt es sich auch in der Hinsicht, dass man oft einen Blick hinter die Kulissen bekommen kann.

Mir machen diese Kooperationen sehr viel Spaß und ich kann dabei auch noch viel lernen. Letzten Endes ist es ähnlich, als ob man Dienste wie Hallimash oder Trigrami nutzt. Allerdings bekommt ihr hier kein Geld, aber einen (meist netten) Direktkontakt und das Produkt oder eine Leistung gibt es auch.

Über Torsten
Mein Name ist Torsten. Ich hoffe der Artikel hat dir gefallen und über ein Feedback von dir würde ich mich sehr freuen.

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