Mein Resümee mit dem iPad

Wie ich bereits berichtet hatte, bin jetzt auch ich, durch ein Gewinnspiel, stolzer Besitzer eines kleinen iPad. Ich muss dazu sagen, dass es mein erstes eigenes Produkt von Apple ist. Lediglich während meiner Arbeit an der Uni, habe ich mit Mac und Co. zu tun gehabt. In diesem Artikel möchte ich euch meine ganz persönliche Einschätzung geben.

Pro

Es ist mein erstes Gerät mit einer Oberfläche, die ohne Tastatur auskommt. Am Anfang ist es etwas seltsam, aber wenn man sich daran gewöhnt hat, ist es ein ganz anderes Erlebnis. Man findet sich intuitiv in das Gerät und seine Steuerung ein. Die Sicherung über iTunes ist eine gute Idee und geht relativ schnell. Es gibt schon jede Menge nützliche Apps im Store von Apple, die direkt für das iPad entwickelt wurden und täglich kommen neue hinzu. Zusätzlich gibt es auch die Möglichkeit, die Vielzahl an bereits existierenden Apps, die eigentlich für das iPhone entwickelt worden sind, zu verwenden.
Natürlich durfte auch ein Spielchen nicht fehlen und so habe ich mir Monkey Island 2 gegönnt. Der Game-Klassiker spielt sich wirklich wunderbar und versetzt einen in die Zeit der guten alten Point & Click Spiele. Darüber hinaus habe ich mir auch Videos auf YouTube zu anderen Spielen angesehen und war sehr positiv überrascht.
Was mich auch sehr begeistert, ist die lange Laufzeit des Akkus. Ich habe nicht genau auf die Uhr gesehen, aber 9-10 Stunden sind möglich. Das ist allerdings auch abhängig von der eingestellten Helligkeit (Hintergrundbeleuchtung). Wo wir gerade beim Display sind, es ist gut lesbar und die maximale Helligkeit kann sich auch sehen lassen. Ich habe damit auch schon ein paar PDF Dateien gelesen und ich muss sagen, dass es wirklich in Ordnung ist. Es ist auf jeden Fall angenehmer, als auf dem PC oder auf dem Laptop. Darüber hinaus ist es komfortabel, dass sich die Anzeige der jeweiligen Position anpasst und es die Option gibt, dies zu sperren. Der Sound aus den Lautsprechern ist jetzt natürlich kein Klangerlebnis, aber es ist, in Anbetracht der geringen Abmessungen, nicht schlecht.
Positiv finde ich auch die Grundausstattung an Programmen. Browser, Kontaktverwaltung, E-Mail-Client, Kalender, ein Medienplayer, eine Bildergalerie, integrierter PDF Reader usw., sind bereits mit dabei.

Kontra

Irgendwie habe ich noch den Werbespot von Apple im Kopf, wo der gute Mann den Satz lässt: „Ich muss mich nicht an das Produkt anpassen, sondern das Produkt passt sich mir an.“ (I don’t have to change myself to fit the product, it fits me). Also der Äußerung stimme ich nicht voll und ganz zu, da es sich natürlich auch nur um einen Werbespot handelt, der nicht das Produkt, sondern eher Emotionen in den Vordergrund stellt (ist das Prinzip wie bei Coca Cola). Was nicht nur mich, sondern auch viele andere Anwender stört, ist die eingeschränkte Zugriffsmöglichkeit, auf bestehende Daten. Damit meine ich jetzt speziell mein NAS im lokalen Netzwerk. Dort befinden sich Fotos, Musik und sonstige Dokumente. Die möchte ich weder umwandeln oder erst per iTunes importieren, zumal die 16 GB auch irgendwann voll sind. Da ich kein 3G Modell besitze, ist also für mich der Zugriff auf das Internet und meine Mediendaten per WLAN das A und O bei der Nutzung. Natürlich gibt es viele Apps (Dropbox, AirVideoFree oder FileBrowser ), die einem die benötigten Funktionen bieten, doch leider ist das alles nichts Halbes und nichts Ganzes. Dieser z.T. umständliche bzw. unmögliche Zugriff auf bestehende Netzlaufwerke ist wirklich etwas, was mich ein wenig ärgert. Ein Zugriff auf zum Beispiel eine einfache Samba Freigabe, sollte doch möglich sein. Dazu kommt auch die geringe Anzahl an unterstützten Videoformaten, da sind wir wieder beim Thema Konvertierung. Diese ganze Umwandlung kostet Zeit und das ist nicht gerade ein unwichtiger Faktor, auch für Privatnutzer. Ein Multitalent wie der VLC Player wäre eine Alternative, doch in den Foren kann man nachlesen, dass es wohl keine iPhone/iPad Version geben wird.

Flash – egal welchen iPad-Besitzer ich bis jetzt gesprochen habe, allen fehlt das Produkt aus dem Hause Adobe. Ich kann die Argumente gegen die Unterstützung definitiv nicht verstehen, denn es ist zum Nachteil der Nutzer. Windows, Linux und sogar auf MacOS kann es genutzt werden, warum also hier jetzt anders verfahren?! Ich hatte auch gedacht, dass ich wenigstens Google Texte & Tabellen oder Microsoft Live Web Apps nutzen kann, doch leider Fehlanzeige.
Auch der Browser läßt viele Basics vermissen. Deshalb habe ich mir lieber den Atomic Browser gekauft, der wesentlich mehr hilfreiche und notwendige Funktionen bietet. Unter anderem ist es sehr nützlich, da es sich als ein anderer Browser „meldet“, wie zum Beispiel IE oder Firefox, falls man mal eine Seite nicht in der mobilen Ausgabe sehen möchte.

Fazit

Würde ich mir das iPad auch kaufen? Im Moment eher nicht, da es für mich noch einige Dinge gibt, die mich wirklich stören. Es sind zwar nicht viel in der Anzahl, aber es sind Dinge auf die ich nicht verzichten möchte. Würde ich es mir kaufen, dann allerdings als 3G Version, um auch unterwegs ins Internet zu können.
Trotzdem habe ich damit meinen Spaß und kann sogar kleinere Artikel damit schreiben (so wie diesen hier zum Beispiel). Es ist ein gelungenes Produkt, dessen Defizite ich (aus meiner Sicht) fast ausschließlich in der Software sehe. Die Technik ist gut gelungen. Als reines Spielzeug finde ich den Preis viel zu teuer. Wenn die oben genannten Schwachpunkte eventuell mit einer neuen (Software-) Version behoben sind, dann wäre es der perfekte Wegbegleiter und ein neues Entertainment Device für daheim.
Das ist meine persönliche Meinung, von der ich mich auch nicht abbringen lasse. Jedem sollte es selbst überlassen sein, ob er mit diesem Gerät mehr oder weniger zufrieden ist.

Über Torsten
Mein Name ist Torsten. Ich hoffe der Artikel hat dir gefallen und über ein Feedback von dir würde ich mich sehr freuen.

8 Kommentare zu Mein Resümee mit dem iPad

  1. Schönes Resümee,

    ich habe ja nun auch ca. 2 Wochen mein iPad (3G) und kann dir da zustimmen, bei mir hängt das iPad im Auto und als CAR-PC ist das Ding einfach nur genial, mehr „PC“ braucht kein Mensch im Auto ;-)

    • Ich sollte meinem Fazit noch hinzufügen, dass ich es aber auch nicht wieder hergeben werde :) Ich bin erst einmal auf die neue Version des OS gespannt, dass im Herbst erscheinen soll.

  2. Ich bin mit meinem iPad auch ohne Flash sehr zufrieden, Ich nutze es hauptsächlich zum Mailen, die Terminverwaltung, Kontaktverwaltung und um hier und da ein wenig zu surfen. Achso, meine Bankgeschäfte mach ich damit auch mittlerweile sehr gerne. :)

  3. In Bezug auf Video: AirVideo macht die Konvertierung on the fly via WLAN oder 3G. Serverprogramm auf dem Rechner installieren, iPad App installieren. Das war’s. Bisher wurde jedes Format abgespielt und ich bin sehr glücklich mit dem Programm.

  4. @Alex – AirVideo war eines der ersten Apps, das ich mir besorgt (gekauft) habe. Aber es geht in meinem Artikel um die Tatsache, dass man entweder vorher die Videos umwandeln muss, wenn man sie z.B. unterwegs schauen möchte oder nur mit einem eingeschalteten Rechner, um es streamen zu lassen. Es ist einfach umständlich. Einfach wäre es, die Datei auf das Gerät kopieren und mit einer App abspielen lassen.

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