3 nützliche Apps für den Dateizugriff mit dem iPad

Ich habe euch ja schon in einem Artikel mein Resümee zum Thema iPad beschrieben. Einer der größten Kritikpunkte war und ist für mich die mangelhafte und umständliche Dateiverwaltung. Diese macht jenen Anwendern, die auch etwas produktiv mit dem iPad arbeiten wollen, das Leben schwer. Ich habe mir jetzt 3 Apps angesehen, die in Bezug auf Zugriff und das Betrachten von externen Dateien sehr nützliche Dienste erweisen.

Die Apps GoodReader und FileBrowser wurden speziell für den Einsatz auf dem iPad* entwickelt. Bei DropBox handelt es sich in erster Linie um einen Dienst, für den ein kostenloser Account  benötigt wird, der auch als kostenlose App für iOS verfügbar ist.

Die Apps für den Dateizugriff

Dropbox

Mit dieser App bekommt ihr nicht direkt Zugriff auf euer Netzwerk, sondern auf einen Freemium Dienst. Dieser stellt euch einen Onlinespeicher zur Verfügung, über den ihr eure Daten zwischen mehreren Geräten synchronisieren könnt. 2 GB sind kostenlos und können über Einladungen um maximal 16 GB erweitert werden. Wer mehr Speicher benötigt (50 oder 100 GB), kann auch auf die kostenpflichtigen Angebote wechseln. Es ist also auch ein ein hilfreiches Tool, für alle die kein iPad oder iPhone nutzen. Für die Synchronisierung müssen alle Computer, auf  denen DropBox ausgeführt werden soll, über eine Internetverbindung verfügen. Dank der Funktion LAN sync erfolgt der Transfer von Dateien zwischen Rechnern in einem lokalen Netzwerk nicht über das Internet, sondern direkt. Über eine Weboberfläche ist es auch möglich, in einem Browser auf die Dateien zuzugreifen und diese zu verwalten. Seine Bekanntheit verdankt es nicht zuletzt wegen der Unterstützung von vielen Betriebssystemen, wie Windows, Linux, Mac OS, Android und iOS. Egal ob PC oder mobiles Gerät, die Daten werden zuverlässig synchronisiert.

Sehr hilfreich ist die Funktion, dass die App einen integrierten Betrachter für PDF-, Text-, Video- und Bildformate verfügt. Die Dateien können aber auch an andere Apps gesendet werden. So könnt ihr zum Beispiel auch PDF Dateien in iBooks öffnen lassen.

Darüber hinaus ist es möglich, zu jeder Datei einen Link generieren zu lassen, über den dann die Datei im Internet aufgerufen werden kann. Dieser Link kann direkt per E-Mail verschickt werden oder er wird in die Zwischenablage kopiert. So können z.B. einfach Bilder für Freunde zugänglich gemacht werden. Leider können vom iPad aus nur zwei Dateitypen zur DropBox hinzufügt werden: Fotos und Videos. Ab iOS Version 4 gibt es auch jetzt eine Multiopload-Funktion. Auf dem iPad erstellte Dokumente, wie zum Beispiel aus dem Textverarbeitungsprogramm Pages, haben keine direkte Option der Ablage in die DropBox. Eine Alternative ist hier z.B. der kostenpflichtige Dienst DropDAV. Ab $5 im Monat, bietet euch dieser Dienst eine Schnittstelle zwischen Apps wie Pages, Keynotes oder Numbers und DropBox.

In den Einstellungen könnt ihr:

  • die Qualität beim Upload von Fotos und Videos festlegen
  • eine Codesperre für den Wechsel zwischen Apps ein- und ausschalten
  • Löschung der Daten nach mehrfacher Eingabe eines falschen Codes de-/aktivieren
  • Nutzung des lokalen Speichers (aus bis maximal 1 GB)

Bei vielen Dateien ist die Favoriten-Funktion sehr nützlich. Ihr könnt jede Datei als Favorit kennzeichnen, um einen schnelleren Zugriff darauf zu haben und sie wird gleichzeitig auf das iPad heruntergeladen, damit sie euch auch ohne Internetverbindung zur Verfügung steht.

Wer einfache Word-, Excel- und Powerpointdateien aus seinem Dropbox Account nicht nur ansehen, sondern auch erstellen und bearbeiten möchte, der sollte sich das kostenpflichtige Documents To Go® Premium ansehen. Darüber hinaus lassen sich aber auch PDF und Bilddateiformate öffnen. Mit dieser App könnt ihr direkt auf verschiedene Onlinespeicher und Cloud-Dienste zugreifen. Unterstützt werden z.B. DropBox, Google Docs, Box.net, iDisk, Public iDisk und Sugar Sync. Ich hatte mir die App zugelegt, weil sie auch mit den Dateiformaten von Office 2007 und höher zurecht kommt und mit einem Passwort geschützte Dateien öffnen kann.

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass es die mit am häufigsten genutzte Anwendung auf meinem iPad, PC und Android Smartphone ist. Ich habe meine Dateien immer in der selben Version zur Verfügung und darüber hinaus immer ein Backup in der Cloud. Die App von DropBox ist kostenlos.

Als kleiner Tipp: Habt ihr euch einen kostenlosen Account angelegt, könnt ihr zusätzlichen Speicherplatz (250 oder 500) bekommen, indem ihr Freunde und sonstige Kontakte über einen Link (findet ihr unter Einstellungen -> „Freunde von Dropbox erzählen“) per E-Mail zu diesem Dienst einladet. Aber nicht nur ihr bekommt den Speicherplatz  geschenkt, sondern auch derjenige, der euren Link benutzt hat ;) Weitere Einladungen könnt ihr natürlich auch über die Webseite von Dropbox vornehmen, wenn ihr angemeldet seid.

Hier gehts zur Homepage von Dropbox und die Seite im App Store.

FileBrowser – Access files on remote computers

Dieses Tool ermöglicht den einfachen SMB Zugriff auf Rechner und Laufwerke im Netzwerk. Es können einzelne Dateien, oder auch ganze Ordner kopiert,verschoben, umbenannt und gelöscht werden. Ihr könnt auch neue Ordner anlegen. Diese Funktionen stehen euch sowohl auf dem iPad, als auch auf dem entfernten PC zur Verfügung. Ein neuer entfernter Rechner wird über dessen Namen oder die IP eingerichtet. Nur noch Benutzer und Passwort eingeben und schon sollte die Verbindung stehen. Wer sehr viele Rechner einrichtet, kann Dank der Favorites-Funktion auf die wichtigsten Verbindungen schneller zugreifen. Zusätzlich gibt es einen Verlauf der genutzen Rechner.

 

Das Tool kann auch versteckte Dateien und System Files anzeigen. NetBIOS kann optional genutzt werden. Hilfreich ist auch die Funktion, dass ihr an- und abschalten könnt, ob Dateien und Ordner auf dem entfernten Rechner angelegt oder gelöscht werden können. Es ist möglich, Dateien direkt in ein Verzeichnis auf euer iPad zu kopieren oder per E-Mail zu versenden. Bild-, Office- (TXT, DOCX, XLSX usw.) und PDF-Dateien können ohne Probleme in der integrierten Vorschau angesehen oder in einer anderen App geöffnet werden. Für häufig genutzte Datein könnt ihr Bookmarks setzen, so dass ihr euch nicht jedes Mal die Datei heraussuchen müsst. MP3, M4V und MP4 Dateien gibt das Tool direkt über das Netzwerk wieder, ohne dass ihr diese erst auf das iPad kopieren müsst. Die Dateien und Ordner lassen sich übrigens auch nach z.B. Größe, Namen, Typ und Änderungsdatum sortieren.

Link direkt zur iTunes – Seite von FileBrowser – Access files on remote computers.

Die App kostet 2,39 Euro

GoodReader for iPad

In pucto Zugriff ist diese App ein echter Allrounder und bietet für den geringen Preis wirklich viel. Unter anderem bietet es die Möglichkeit, auch auf Dienste wie DropBox, Google Docs, MobileMe oder FTP Server aus einem Programm heraus zugreifen zu können. Es verfügt auch über einen einfachen integrierten Browser, mit dem sich dann auch andere Dateien, ausser Bildern, von Webseiten abspeichern lassen. Darüber hinaus kann direkt eine URL zu einem Download eingetragen werden, um eine Datei herunterzuladen.

 

Ebenfalls nützlich sind die vielfältigen Dateioperationen. Diese können auch für mehrere Dateien gleichzeitig ausgeführt werden. Sehr hilfreich ist auch die integrierte Zip-Archivunterstützung, mit der Dateien ent- oder gepackt werden können. Die App verfügt auch über eine integrierte Prieview-Funktion, mit der sich die markierten Dateien betrachten lassen. Besonders die Betrachtung von PDF Dateien ist schon sehr komfortabel!

 

Mit Hilfe der WiFi-Transfer – Funktion könnt ihr auch ohne iTunes einzelnen Dateien, über das WLAN, auf euer iPad hochladen. Einfach den Server im GoodReader starten, die angezeigte IP oder den Namen in die Adresszeile des Browsers auf PC oder Laptop eintragen und schon habt ihr Zugriff.

Link direkt zur iTunes – Seite von GoodReader für das iPad.

Für 0,79 Euro bekommt ihr ein wirklich nützliches Tool für das iPad

Fazit

Die Tools ermöglichen es, überhaupt einen Zugang zu eigenen Dateien ausserhalb des iPads, auch ohne das Kabel und die Verwendung von iTunes, zu bekommen. Sie sind allerdings auch nicht in der Lage, zum Beispiel AVI Dateien vom eigenen Netzwerk wiederzugeben. Dafür sind sie auch nicht gedacht. Sie sollen nur Dateien auf das iPad und wieder zurück transportieren. Sie bieten aber trotzdem die Möglichkeit, verschiedene Dateitypen als Vorschau anzuzeigen. Auch Bilder können ohne eine zusätzliche App angesehen werden. Leider hat jede App ihren eigenen Ordner, was natürlich etwas unpraktisch ist, aber leider gibt es ja keine zentral nutzbaren Ordner auf dem iPad. Aus meiner Sicht sind diese drei Tools einzeln oder zusammen eine wirklich wertvolle Ergänzung für das iPad und sind ihr Geld wert.

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Über Torsten
Mein Name ist Torsten. Ich hoffe der Artikel hat dir gefallen und über ein Feedback von dir würde ich mich sehr freuen.

13 Kommentare zu 3 nützliche Apps für den Dateizugriff mit dem iPad

  1. Ich finde die Dateiverwaltung auch etwas umständlich. Sie ist nicht einfach zu verstehen und jeder Entwickler muss für seine Application einzeln eine Schnittstelle zu „globalen Ordnersystemen“ herstellen.
    Wieso es keine zentrale Stelle für alle Dateien gibt und vllt jedes App einen Unterorder besitzt und ggf der User dem jeweiligem App einfach weitere Order zuteilen kann, ist mir fraglich.

    Auch muss man Dropbox und Co bei jedem App. erneut verifizieren. Eine Einmal-Anmeldung von diversen Diensten in den Einstellungen würde Usern und Entwicklern sehr helfen.

  2. Ich nutze bei meinem iPad und beim iPhone die Dropbox. So kann ich mir alle wichtigen Dateien auf meineem Computer in meinen Dropbox-Ordner stecken und diese sind dann auch auf dem iPad und dem iPhone verfügbar. Finde ich eine wirklich tolle Sache für unterwegs.

    Viele Grüße,
    Klaus

  3. Kostet jetzt aber 3,99 Euro,habe das am 29.4.2012 gekauft.Habe das App für das Ipad2 gekauft und war dann auch direkt auf mein Iphone 4S installiert. Funktioniert echt Super in Verbindung mit der neuen Dual-Band AirPort Extreme und dem Dienstprogramm Airport was ja auf dem iPhone/iPad2 Installiert ist.Eine feine Sache der Filebrowser,schneller zugriff auf den Daten.

    Danke für den Artikel,das suchen nach den notwendigen App hatte damit ein ende.Sehr hilfreich für jeden Apple Fan……

    Grüße aus dem Ruhrpott….Jogi

  4. Ich habe eine Frage. Muss ich das App FileBrowser auf mein iPad oder auf mein MacBook oder auf beide installieren? Danke für die Hilfe im Voraus und Grüße, Alex

  5. Hallo,

    Ist es denn auch Möglich, Dateien so auf meinem iPad zu speichern, dass ich auch ohne eine Internetverbindung auf sie zugreifen kann? Das ist bei Dropbox & co. ja unmöglich…

    Vielen Dank,
    Julia

  6. Moin Moin,

    Danke für die Beschreibung. Wenn ich das richtig verstehe, dann kann ich also Filebrowse nutzen, um ein Verzeichnis von meinem NAS auf das Ipad zu übertragen und dort offline zu nutzen.

    Kann man damit auch später synchronisieren?
    Gruß Eberhard

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