The Social Network Vorpremiere

Gestern waren wir im Cinemaxx Magdeburg, um uns dort die Vorpremiere des Films The Social Network anzusehen, der ab dem 7.10. in Deutschland seinen offiziellen Start hat. Die Karten dazu hatten wir bei einer Aktion der Computerbild gewonnen, so dass zumindest der Eintritt kostenlos war. Susi hatte für uns an dem Gewinnspiel teilgenommen, da wir schon viel über den Film gelesen und bereits einige Ausschnitte gesehen hatten. Da wir auch auf Facebook aktiv sind, war es kaum eine Frage, dass wir uns den Film einfach ansehen mussten. Ich möchte auch hier einen kleinen Einblick in den Film und unseren Eindruck davon vermitteln.

Der Weg ins Kino

Der Kinoabend begann mit der Fahrt ins Parkhaus. Dies ist nicht nur für das Kino, sondern auch für die Einkaufspassage City Carree in Magdeburg. Es ging hinab in die 2. Parkebene. Wir folgten den Hinweisschildern „Zum Kino“ und stellten erst einmal fest, wie groß das Parkhaus allein schon von der Grundfläche her ist. Wir fanden dann einen Parkplatz in der Nähe des Aufganges zum Kino.

Susi hatte die E-Mail mit dem Gutscheincode ausgedruckt. So stand ich also in der Schlange vor der Kasse und hielt meinen Zettel bereit. Wir hatten uns etwas unterhalten, als wir bemerkten, dass die zwei Jungs vor uns auch eine ausgedruckte E-Mail der jungen Dame in dem Kassenhäuschen gaben. Die wollten also auch zur Vorpremiere. Sie nahm den Zettel und verglich den Code mit einer Liste, von der sie dann den jeweiligen Eintrag durchgestrichen hatte.

Damit es ein perfekter Kinoabend wird, musste natürlich auch die Verpflegung stimmen. So nahmen wir zusammen eine große Cola, für mich Nachos mit Käsedip und für Susi die große Tüte Popcorn. Die Vorstellung begann um 20 Uhr. Naja, eigentlich erst die übliche Kinowerbung mit den Werbespots von regionalen Firmen. Natürlich durfte auch die obligatorische Pause für die Frau mit dem Langnese Eis auch nicht fehlen. Danach begannen endlich die Filmtrailer und um 20.30 Uhr fing auch wirklich „The social network“ an.

Der Film

Die Handlung beginnt direkt in einer Bar, in der Mark Zuckerberg ein Date mit seiner Freundin Erica Albright hat. Es ist ein sehr anstrengender Dialog, was wohl aber auch Absicht ist, da es dem Mädel im Film genau so geht. Schnell wird klar, dieser Mensch ist anders als die meisten anderen Menschen. Das sieht wohl auch seine Freundin so und sie macht Schluss mit ihm. Etwas frustriert macht er dass, was er am besten kann. Er setzt sich vor den Laptop und beginnt zu programmieren. Nebenbei trinkt er sein Bier und schreibt in seinem Blog erst einmal, was für eine „Schlampe doch seine Ex ist“. So kommt er auf die Idee, die Profilbilder seiner Kommilitoninnen der Harvard Universität aus den verschiedenen Plattformen auszulesen und damit eine Webseite „Facemash“ zu erstellen, auf der man jeweils zwischen zwei Mädels entscheiden kann, welche heißer ist. Die Idee wird ein Erfolg und macht am Campus seine Runde. Das bleibt natürlich nicht ganz ohne Folgen und bedeutet nicht nur einen schlechten Ruf bei den Studentinnen, sondern auch Ärger mit dem Rechenzentrum und letzten Endes auch mit der Universitätsverwaltung. Aber er hat Aufmerksamkeit erregt und das bringt ihn mit Menschen zusammen, die den Anstoß für den Start von thefacebook.com geben. Mehr möchte ich euch hier aber nicht verraten, damit ihr auch noch etwas zu sehen habt ;)

Als roter Faden ziehen sich zwei Rechtsstreits durch den Film. Der eine besteht zwischen Mark Zuckerberg und den beiden Winklevoss Zwillingen, von denen die ursprüngliche Grundidee sein soll und der Zweite besteht zwischen Mark und seinem ehemaligen Freund und Mitbegründer Eduardo Saverin. Dazwischen wird immer wieder erzählt, was passiert ist und wie es sich entwickelt hat, dass jetzt alle mit ihren Anwälten an einem Tisch sitzen. Dabei steh die Person Mark Zuckerberg im Fokus, die Entwicklung der Firma und die Beziehung zwischen Freunden. Der Film erstreckt sich dabei über mehrere Jahre. Angefangen in seinem Zimmer während seines Studiums in Harvard, bis hin zu dem Zeitpunkt des Rechtsstreits.

Die Geschichte von Facebook

In dem Film gibt es immer wieder Wechsel zwischen der Person Mark Zuckerberg, den Verhandlungen des Rechtsstreits und dem Erfolg von Facebook. Es wird gezeigt, was der Auslöser und die Idee für Facebook waren, wie es klein angefangen hat und wohin es letzten Endes geführt hat. So sieht man, wie sich die Entwicklung einer Webseite auf einem Laptop bis hin zu einem riesigen Büro mit dutzenden Angestellten ausdehnt. Zwischendurch wird immer mal die Zahl der aktuellen Benutzer erwähnt. Es wird gezeigt, wie es von einer eher geschlossenen Community mit ein paar hundert Studenten, bis zu einer internationalen Plattform mit bereits 1.000.000 Nutzern wird. Erst am Ende des Films wird darauf verwiesen, dass es aktuell ca. 500 Mio. Profile weltweit gibt. Der Film verknüpft die Person Mark Zuckerberg mit dem global agierenden Unternehmen und es erscheint oft nicht real, was ein einzelner Mensch mit einer Idee erreichen kann. Es wird allerdings auch deutlich, dass es immer mit sehr viel Aufopferung und Fleiß verbunden ist, aber auch mit einer Portion Glück. Dazu gehört die richtigen Personen kennen zu lernen oder durch einen Zufall auf eine Idee zu kommen.

Die Darstellung von Mark Zuckerberg

Man darf ruhig sagen, dass er eine Nerd ist. Zumindest wir er so dargestellt. Es kommt einem manchmal so vor, als ob er ein kleines Kind mit einem großen Talent ist, das sich jedoch auch beeinflussen lässt. Leider nicht immer im positiven Sinne. Das zeigt sich zum Beispiel darin, wie er sich zum Teil von den unsympatischen Sean Parker (gespielt von Justin Timberlake), dem Mitbegründer von Napster manipulieren lässt. Oft fragt man sich einfach „Was geht da eigentlich in seinem Kopf vor?!“.  Mark steht hinter dem was er tut und opfert sich auch dafür auf. Dazu gehört allerdings auch, dass er jene Menschen, die an ihm als Person und nicht an seinem Projekt interessiert sind, auf der Strecke lässt. Das wird besonders in den Szenen deutlich, in denen es um Mark Zuckerberg und seinen Kommilitonen und Freund Eduardo Saverin geht. In dem Film kommt Mark häufig arrogant und überheblich rüber. Sicherlich ist er ein wirklich kluger Kopf, aber das Kuriose an der Darstellung seiner Person ist, dass er ein soziales Netzwerk kreiert, obwohl er selbst nicht sonderlich gut im Umgang mit anderen Menschen ist, zumindest wenn es darum geht, sie an sich emotional heranzulassen. Letzten Endes endet der Film nach dem Motto „Geld allein macht nicht glücklich!“, denn der Mark Zuckerberg im Film besitzt zwar ein internationales Unternehmen und hat Aktienanteile die mehrere Milliarden wert sind, doch es macht aus ihm keinen Menschen, der dadurch wirklich glücklich erscheint.

Fazit

Susi und mir hat der Film gefallen und wir wurden in den 121 Minuten gut unterhalten. Aus unserer Sicht sollte man jedoch schon einmal von Facebook gehört haben, oder aber noch besser, es bereits genutzt haben. Wir sind uns sicher, dass zum Beispiel unsere Eltern, Onkel und Tanten wohl nichts mit dem Film anfangen könnten.

Mehr als einmal haben wir mit allen anderen Zuschauern herzlich gelacht. Wir sind der Meinung, jeder der selbst bei Facebook unterwegs ist, kann sich den Film ansehen und wird seine Freude daran haben. Ich kenne zwar nicht die Buchvorlage Milliardär per Zufall: Die Gründung von Facebook – eine Geschichte über Sex, Geld, Freundschaft und Betrug und Betrug  (Originaltitel: The Accidental Billionaires) von Ben Mezrich, aber es ist ein guter Film geworden. Wie viel davon der Realität entspricht, kann man nicht sagen, aber The Social Network gibt einen Einblick in die Entstehung einer Plattform, die mehrere hundert Millionen Mitglieder hat, von denen sich ein Teil ihres sozialen Lebens auf ein paar blau-weißen Webseiten abspielt. So sieht man auch den bzw. die Menschen, der/die hinter Facebook stehen und dass so mancher Erfolg trotzdem mit einem hohen Preis bezahlt werden muss. Aus unserer Sicht, hat sich der Film das Urteil „empfehlenswert“ verdient, obwohl er nicht unbedingt bei den meisten Kritiken gut abgeschnitten hat. Man sollte nicht erwarten, aussergewöhnliche Geheimnisse zu erfahren.

Trailer

Links zum Film

Deutsche Seite: 500millionenfreunde.de

Offizielle Webseite mit Fotos und Videos: www.thesocialnetwork-movie.com

Jasmina zum Film: The Social Network – 500 Millionen Freunde und ich

Über Torsten
Mein Name ist Torsten. Ich hoffe der Artikel hat dir gefallen und über ein Feedback von dir würde ich mich sehr freuen.

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