Amazon Cyber Monday – Ein Reinfall

Wie ich es Twitter und Co. entnehmen konnte, war nicht nur ich vom Cyber Monday bei Amazon sehr enttäuscht. Die Meldung ging schon vor Tagen raus und kündigte die Aktion im großen Stil an. Letzten Endes kann ich verstehen, warum so viele Kunden gefrustet sind. Da wäre einmal die Tatsache, dass die Kunden ihre Stimmen für die Wunschartikel abgeben sollten. Das haben sicherlich auch tausende Menschen getan, doch profitieren konnte nur eine Handvoll davon. Es ist schon etwas sarkastisch, dass die Angebote der verschiedenen Artikel für jeweils 2 Stunden laufen sollen. Leider sind diese nach der Freischaltung bereits nach 2-3 Minuten ausverkauft gewesen! Nach 5 Minuten wurden sie schon entfernt und die nächsten Produkte ( 12 – 10 Uhr) wurden angezeigt. Ich vermute einfach, dass viel zu wenig Vorrat bei den Produkten von Amazon festgelegt worden ist.

Sie wurden Blitzangebote genannt… naja, sie waren wirklich schnell wie ein Blitz ausverkauft. Ich hätte mich über eine reduzierte FritzBox gefreut, da ich auch dafür gestimmt hatte und obwohl wir pünktlich um 10 Uhr die Seite aufgerufen hatten, gabe es keine Chance. Wir konnten uns noch an das Theater zur Sonderaktion von Windows 7 gut erinnern und wussten, dass es wohl so ausgehen würde. So macht Online-Shopping keinen Spaß :(

Wirklich ärgerlich sind dann die Kunden, die sich die Angebote bei Amazon günstig unter den Nagel gerissen haben, um sie dann wieder teurer auf Ebay zu verkaufen. Das ist ja eigentlich nicht der Sinn der reduzierten Angebote. Für mich bleibt wohl das Fazit, dass ich zukünftig solche Aktionen von Amazon ignorieren werde. Der Aufwand und die Aufregung sind es einfach nicht wert. Die Wahrscheinlichkeit einen 6er im Lotto zu bekommen ist da wohl größer. Der Durchschnittskunde wird da wohl immer in die Röhre sehen, wenn er sich erdreistet, erst nach 5 Minuten sein Glück zu versuchen. Witzig fand ich es doch, dass viele Webseiten kurz nach 10 Uhr noch einen Artikel zum Cyber Monday veröffentlicht hatten, als bereits die ersten Kunden geschrieben haben „Alles ausverkauft!“ ;)

Natürlich werde ich aber weiterhin normal das ein oder andere Produkt bei dem Onlinehändler kaufen. Nur von diesen Aktionen werde ich Abstand nehmen. Hat jemand von euch Glück gehabt oder hat es bei euch auch nicht geklappt?

Über Torsten
Mein Name ist Torsten. Ich hoffe der Artikel hat dir gefallen und über ein Feedback von dir würde ich mich sehr freuen.

14 Kommentare zu Amazon Cyber Monday – Ein Reinfall

    • In der Übersicht der Blitzangebote wurden die bereits ausverkauften Artikel entfernt und die nächsten Produkte (12 -14 Uhr) wurden zuerst angezeigt. Da war es gerade mal 10:06 Uhr

      Ich meinte damit die Anzeige. Damit es deutlicher wird, habe ich den Text abgeändert.

      Gruß Torsten

  1. Hatte die Fitz Box um 10 Uhr und drei Sekunden über den richtigen Link in den Warenkorb gelegt, nun soll ich den vollen Preis bezahlen, obwohl mir die Box noch als verfügbar angezeigt wurde.

    Frechheit!

      • Mir ist es genauso gegangen. Ich habe das jetzt mal an die Verbraucherzentrale gemailt.
        Solche Lockvogelangebote sind in Deutschland verboten. Eine Abmahnung dafür müsste eigentlich das Mindeste sein, was Amazon für die Aktion bekommt.

        LG
        Poldi

  2. ja, eine Frechheit. Punkt 14 uhr die PS3 in den Warenkorb -> Originalpreis, dann sofort ausverkauft. Ein Witz. Schneller ging nicht, also ist das eine Verarsche um Traffic zu erzeugen und dürfte doch eigentlich im Rahmen des UWGs gar nicht erlaubt sein, oder?

  3. Hallo

    ich hatte auf den Sony TV gehofft – und in dem Moment der „Preisfreischaltung“ ihn im Warenkorb. Verfügbar und alles. Nur der Rabatt wurde nie abgezogen. Ein Anruf bei Amazon ergab ein freundliches, aber dennoch nicht zielführendes „tja – dann war der halt schon ausverkauft. Sie können den aber zum Regulärpreis bestellen…..“

    Bei Beschwerden und Hinweisen auf Verstoß gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb „Stichwort Lockvogelangebote“ kommt immer nur die Serienmail, die auch in den Zeitungen veröffentlicht wurde. Komisch nur, daß man in den USA bei vergleichbaren Reduzierungen eine vernünftige Verfügbarkeit der Angebote sicherstellen konnte – dort waren einzelne Angebote zwar auch ausverkauft – aber vieles konnte auch den Aktionszeitraum über bestellt werden. Amazon kann sich also nicht daraus herausreden, daß die Nachfrage unerwartet kam. Denn in den USA war sicher auch große Nachfrage. Man hatte die Erfahrung.

    • Hallo Wendy,

      ich habe in der Art und Weise damit abgeschlossen, dass ich bei diesen Sonderaktionen nicht mehr teilnehme. Egal wie sehr ich mich über diese Aktion aufrege, mein Wunschprodukt bekomme ich so oder so nicht zu dem Preis vom Cyber Monday. Kaufen werde ich es mir trotzdem irgendwann, denn auch ohne die Aktion hatte ich schon vor mir das Gerät zuzulegen.

      Ich denke am meisten stört es den Großteil der Kunden, dass man das Gefühl hatte, keine Chance zu haben. Kein Wunder, wenn nach wenigen Sekunden schon alles weg war. Ich kann jeden anderen Kunden verstehen, der auch darüber sauer ist.

      Kaufen werde ich trotzdem weiterhin bei Amazon, da ich (mit etwas Abstand gesehen) allgemein zufrieden bin. Trotzdem bin ich gespannt, ob der zahlreiche Unmut der deutschen Kunden auch wirklich einen Auswirkung auf Amazon hat. Zumindest bin ich der Ansicht, das es erheblich am Image in Deutschland gekratzt hat.

      Viele Grüße
      Torsten

      • Hallo Torsten

        es wäre für mich auch nur ein „Spontan-Zusatzkauf“ gewesen – und ich rege mich auch auf ebay nicht auf, wenn mein Gebot erfolglos bleibt. Es wäre für mich nett gewesen – aber ganz sicher nicht essentiell für mein Wohlergehen.

        Was mich tatsächlich enorm ärgert ist, daß amazon ganz klar und vorsätzlich gegen das Gesetz verstoßen hat, daß sie sehr genau kennen, wenn sie IHRE Interessen durchsetzen wollen. Amazon will ja auch, daß die Kunden ihren Part eines Rechtsgeschäftes einhalten (bezahlen usw.).

        Und daß sie nun mit immer dem gleichen BlaBla Serienbrief auf Anfragen auch von Journalisten antworten. Sogar da ringen sie sich nicht zu mehr als dem automatisierten Antwortbrief durch.

        Das ist auch der Grund, warum ich befürworte, daß die Verbraucherzentralen Abmahnungen gegen amazon einleiten. Denn ganz eindeutig lag keine ausreichende Bevorratung für diese Aktion vor – wie gesagt – vor allem, daß zum Normalpreis ja unbegrenzte Vorräte da waren.

        Wäre bei einem lokaler Elektrohandel die Situation wie folgt: Flyer mit der Tagespresse verteilt – wir verkaufen Kaffeemaschine abc-123 für einen Superpreis – du stehst vor der Tür – der Laden öffnet – Kaffeemaschine abc-123 ist DIREKT hinter der Eingangstür und schwupp stehst Du da: Du stehst vor einem Stapel mit genau der Kaffeemaschine abc-123 und der Verkäufer sagt: ja – also das Angebot ist ausverkauft – aber zum Normalpreis kann ich Ihnen genau Kaffeemaschine abc-123 geben. Also nicht eine ähnliche Maschine def-456 – sondern genau Kaffeemaschine abc-123.

        Man müßte gar nicht warten, wie schnell da eine Anzeige wegen Verstoß gegen UWG gestellt würde – zu Recht – und wie schnell der Händler Ärger bekäme.

        Und das hat nichts mit gierigen Deutschen zu tun. Sondern mit unredlichen Händlern, gegen die dieses Gesetz geschaffen wurde.

        Wendy

  4. Amazon hat ab heute eine Adventskalender-Aktion gestartet, bei der jeden Tag mehrere Artikel reduziert angeboten werden. Versucht da jemand seine Kunden zu besänftigen? ^^

1 Trackbacks & Pingbacks

  1. Rückblick auf die 48. Woche | Zafenat

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Durch das Fortsetzen der Benutzung dieser Seite, stimmst du der Benutzung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis möglich zu geben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen zu verwenden fortzufahren, oder klicken Sie auf "Akzeptieren" unten, dann erklären Sie sich mit diesen.

Schließen