Internet in der Hosentasche – DIR-457 3G Router von D-Link

Ich habe momentan den DIR-457 3G Portable Mini Router von D-Link zum Testen bei mir zu Hause. Mit dem Gerät habt ihr immer das Internet für Unterwegs in eurer Hosentasche griffbereit. Ihr könnt es entweder als 3G Modem an einem Laptop, Netbook oder PC einsetzen oder ihr nutzt es als drahtlosen Access Point, an dem sich bis zu 16 Geräte per WLAN anmelden können.

Wie bin ich auf die Idee gekommen? Es gibt zwei Gründe, warum ich mich für das Gerät interssiert habe. Da ich schon mehrfach einen Ausfall unserer DSL Leitung hatte, suchte ich nach einer Möglichkeit, schnell und einfach unsere PCs im Haushalt ins Internet zu bringen. Ich habe zwar einen MEDIONmobile Web Stick, aber der bringt nur einem PC ins mobile Internet. Das mit der Internetfreigabe war immer einer Werkelei. Ein weiterer Punkt ist mein iPad. Ich besitze eine WiFi Version, die nicht selbständig ins mobile Internet gehen kann. Ich bin also immer auf einen Hotspot oder Access Point angewiesen.

Technische Daten und Merkmale

  • Farbe:Weiß
  • Abmessungen: 110 x 65 x 13.6 mm (L x B x H)
  • Gewicht: 103g
  • LED Anzeigen: Power und Signal
  • Karten-Slots: Standart 6-pin SIM Karte und MicroSD
  • Antennen: 3x intern
  • Unterstützung von GSM,GPRS, EDGE, UMTS und HSDPA
  • max. Download 3.6 Mbps
  • max. Upload 384 Kbps
  • WLAN: 802.11 b und 802.11g (54 Mbps)
  • WLAN Sicherheit: 64/128-Bit WEP, WPA-PSK & WPA2-PSK, WPS-PIN, integrierte Firewall, MAC-Adressen-Filterung
  • VPN: L2TP/PPTP/IPSec VPN Pass-Trough
  • Port Forwarding
  • UPnP
  • Dateifreigabe
  • DDNS

Lieferumfang:

  • DIR-457 inklusive Akku
  • Mini-USB Kabel
  • Netzteil/Stromadapter
  • Schutztasche
  • CD mit Software und Handbuch
  • Installationsanleitung

Die im Lieferumfang enthaltene Schutztasche finde ich übrigens recht schick und sie reicht aus, um das Gerät vor Kratzern zu schützen.

Betriebsarten:

Im 3G-MODEM-Modus könnt ihr einen einzelnen PC, Netbook oder Laptop ins mobile Internet bringen. Die Verbindung wird über das mitgelieferte USB Kabel hergestellt. Gleichzeitig wird darüber der Akku des DIR-457 Router aufgeladen.

Der ROUTER-Modus bringt bis zu 16 Geräte per WLAN ins Internet. Er fungiert also als mobiler Access Point.

Das Gerät

Das Gerät ist mit seinen Abmessungen ungefähr so groß wie ein Smartphone und passt in jede Hosentasche. Es gibt sichtbar nur einen Umschalter (3G-Modem/Router), den Ein- und Ausschalter und die USB-Buchse. Unter der Abdeckung auf der Rückseite des Gerätes befinden sich der MicroSD und SIM Kartenslot, sowie der Reset Schalter.

Es gibt zwei LED Anzeigen. Eine für die 3G Signalstärke (unterschiedliche Farben) und eine für den Betriebszustand.

Der Akku soll laut Herstellerangaben in 3 Stunden komplett aufgeladen sein und hält dann bei normaler Verwendung bis zu 4 Stunden durch.

Test im Router Modus

Zuerst habe ich meine SIM Karte von Aldi Talk und eine 2 GB MicroSD Karte eingelegt. Im Anschluss kam der Akku in das Gerät. Danach ließ ich diesen mit Hilfe des mitgelieferten USB-Kabels und des Netzteils vollständig aufladen.

Dann war es soweit, den Ein-/Ausschalter ein paar Sekunden gedrückt halten und das Gerät startet. Es dauerte bei mir ca. 70 Sekunden, bis das Gerät im WLAN sichtbar war. Es erscheint mit der SSID „dlink_myPocket“ und ist unverschlüsselt. Ein Blick in die Anleitung verriet mir die Standard IP des Routers. Es ist die 192.168.0.1

Gesagt, getan! Die IP in meinen Browser eingegeben und schon wurde mir die Web-Oberfläche angezeigt. Die Zugangsdaten sind übrigens admin als Benutzername und das Passwort bleibt frei. Da das WLAN Netzwerk nicht verschlüsselt ist, habe ich dieses zuerst mit dem Wireless Connection Setup Wizard eingerichtet. Dabei wird ein Schlüssel automatisch generiert. Diesen muss man einfach kopieren und z.B. in eine Textdatei auf dem PC sichern. Wenn man dann mit einem Gerät auf den DIR-457 Router zugreifen möchte, wird nach diesem Schlüssel gefragt. Fortgeschrittene Anwender können die notwendigen WLAN Einstellungen auch manuell konfigurieren.

Danach ging es an die Einrichtung der Internetverbindung. Auch hier reichte der Internet Connection Setup Wizard völlig aus. Bei diesem Prozess könnt ihr übrigens auch gleich ein Passwort für die Web-Oberfläche setzen. Es stehen eine Menge an vorgegebenen Profilen der verschiedenen Mobilfunkanbieter zur Auswahl. Wer auch eine Aldi Karte benutzt, der muss hier übrigens E-Plus auswählen. Steht euer Anbieter nicht in der Liste, so könnt ihr auch manuell ein neues Profil anlegen. Solltet ihr die Konfigurationsdaten nicht haben, dann könnt ihr diese einfach bei Google suchen oder euren Anbieter über den Support  kontaktieren.

Ist die Internetverbindung fertig konfiguriert, kann es 1 – 2 Minuten dauern, bis diese Verfügbar ist.

Die Web-Oberfläche

Sobald ihr euch per WLAN mit dem Router verbunden habt, könnt ihr die Web-Oberfläche über einen aktuellen Browser erreichen. Da ihr lediglich einen Browser benötigt, ist die Verwaltung des Gerätes über die Web-Oberfläche weitestgehend unabhängig von der Plattform.

Über die Weboberfläche habt ihr ein paar zusätzliche Konfigurationsmöglichkeiten. Hier ein Auszug der möglichen Einstellungen:

  • DHCP- Reservierung
  • Portweiterleitung (Port Forwarding): IP Adresse, Public oder Private Port, Traffic Type (UDP,TCP, Any) und Zeitplan
  • Filterregeln über die MAC Adressen der Clients, inklusive Port-, Traffic Type und Zeitplaneinstellungen
  • Firewall, DMZ, Zeitpläne für DMZ, spezielle Firewall-Regeln
  • Gemeinsamer Dateizugriff per Samba
  • Erweiterte Netzwerkeinstellungen: UPnP und Multicast Streams
  • Geräteverwaltung: Admin Passwort und Einstellungen für Fernzugriff
  • Speichern und Wiederherstellen der Geräteeinstellungen, Werkseinstellungen, Neustart
  • Geräteinformationen für LAN- und Internet (MAC Adresse, IP, DNS, Subnet Mask usw.)
  • DDNS (Dynamisches DNS)

Test im 3G Modem Modus

Sobald der DIR-457 Router auf den 3G Modem Modus gestellt wurde und per USB Kabel mit dem PC verbunden ist, erscheint eine Meldung, dass der Connection Manager gestartet wird. Dieser ist für Windows und Mac OS nutzbar. Im Anschluss ist die Eingabe der PIN Nummer der eingelegten SIM Karte erforderlich, um Zugriff auf das Programm zu bekommen.

Mit dem Connection Manager könnt ihr:

  • Profile für die 3G Verbindungen einrichten
  • WLAN Einstellungen vornehmen
  • Zugriff auf die Nachrichten (SMS) und Kontakte der SIM Karte
  • Admin-Passwort und PIN ändern
  • Informationen über die Verbindung (Geschwindigkeit, Datenvolumen usw.)

Sehr nützlich finde ich auch die Option, der Verbindung ins Internet ein Datenlimit setzen zu können. Kontakte können mit dem Programm übrigens im vCards Format ex- und importiert werden. Darüber hinaus könnt ihr über das Programm den PIN-Code der SIM Karte aktivieren bzw. deaktivieren.

Hinweis: Ist eine MicroSD Karte im Gerät eingelegt, erscheint das Gerät im 3G Modem Modus automatisch als Wechseldatenträger.

Fazit

Ich finde den DIR-457 ganz praktisch. Es ist klein, handlich und bietet viele Konfigurationsmöglichkeiten. Was mir nicht so gut gefallen hat, dass ist der Zugriff auf die Dateifreigabe. Unter Windows 7 hat es eine ganze Weile gedauert, bis er das Gerät gefunden hatte. Gab man die IP oder den Servernamen direkt ein, wollte es meist einen Benutzername und ein Passwort wissen. Laut Anleitung sollte man einfach einen beliebigen Benutzernamen verwenden und das Passwort leer lassen. Leider wurde das nicht akzeptiert. Es bedurfte einiger Versuche, bis es funktionierte. Mit meinem iPad kam ich auch nicht auf die Dateifreigabe des Gerätes. Mit der App FileBrowser bin ich bisher auf jede andere Samba-Freigabe (z.B. mein NAS Laufwerk) gekommen. Nur hier wollte sie nicht :(

Die Hauptaufgabe ist allerdings der Zugriff auf das Mobile Internet und diese erledigt es ohne Probleme. Die Benutzeroberfläche ist auf deutsch und auch ordentlich strukturiert. Mit den Setup Wizards sind die wichtigsten Einstellungen schnell mit wenigen Klicks erledigt und es gibt schon eine Menge voreingestellten Standardprofile vieler Mobilfunkanbieter. Aber auch die Konfiguration eigener Profile sollte damit kein Problem sein. Mit der WPA2-PSK Verschlüsselung bietet dieses Gerät auf jeden Fall auch einen hohen Schutz eures Datenverkehrs im Router Betrieb.

Hier noch ein kleiner Größenvergleich zwischen meinem HTC Wildfire
und dem DIR-457

Über die Laufzeit des Akkus kann man sich jetzt streiten. Sicherlich sind 4 Stunden nicht sehr viel, allerdings kann man das Gerät ja auch im Notfall über das USB Kabel mit Strom versorgen. Ich gebe das Gerät auf jeden Fall schweren Herzens wieder zurück ;) Alle weiteren Informationen, Bilder und PDF Dokumente findet ihr auf der offiziellen Produktseite des DIR-457 von D-Link.

Da ihr für den Betrieb des Gerätes natürlich auch eine SIM Karte benötigt, solltet ihr dazu passend einen günstigen Tarif für Mobiles Internet haben. Wer so ein Gerät regelmäßig einsetzt, für den eignen sich Flatrates (für einen Tag oder einen Monat), denn damit braucht ihr euch keine Gedanken über die entstehenden Kosten machen. Ohne einen vernünftigen Tarif gibt es sonst eine böse Überraschung auf der nächsten Abrechnung, bei der Nutzung von mobilen Internet. Dies als kleiner Hinweis für alle unter euch, die noch keine Erfahrung damit haben. Ich hatte erst vor kurzer Zeit wieder so ein Beispiel bei einem Bekannten erlebt ;)

Über Torsten
Mein Name ist Torsten. Ich hoffe der Artikel hat dir gefallen und über ein Feedback von dir würde ich mich sehr freuen.

3 Kommentare zu Internet in der Hosentasche – DIR-457 3G Router von D-Link

  1. Ich finde sowas auch genial, vor allem wenn man viel unterwegs ist! Ich benutze aktuell mein iPhone, wenn ich mal mit dem Laptop oder iPad unterwegs online gehen möchte. Das geht aber nur, wenn man sein iPhone gejailbreaked hat.

    Den Artikel dazu findet man hier: Mit iPad übers iPhone ins Internet gehen (iPhone Thetering oder tragbarer Hotspot)

    • Hallo Chriz,

      nach dem offiziellen Update meines HTC Wildfire auf Android 2.2, kann ich es auch in einen Mobilen Hotspot verwandeln, ohne es „rooten“ zu müssen. Der Vorteil bei dem DIR-457 ist, dass es wirklich viele Einstellungsmöglichkeiten bietet. Bei meinem Smartphone kann ich nur die Verschlüsselung und die SSID einstellen und das war es auch schon.

      Torsten

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