Code für Verbindung mit NAS-Netzlaufwerk unter Windows

Immer wieder hatte ich bei Bekannten das Problem, dass unter Windows die Verbindung zu einem NAS-Netzlaufwerk nicht immer automatisch hergestellt wird. Viele kennen daher die nervige Meldung nach dem Start „Es konnten nicht alle Netzlaufwerke wiederhergestellt werden“. Darüber hinaus verzögert sich oft der Start von Windows dadurch, weil erst einmal nach dem Netzlaufwerk gesucht wird. Aus diesem Grund habe ich ein paar Zeilen in Form einer kleinen Batch-Datei zusammengeschrieben, die ihr auch gerne ausprobieren könnt.

Ich bin kein erfahrener Programmierer, aber diese Mini-Datei erfüllt ihre Funktion und ihr müsst nicht erst ein Programm installieren, um es nutzen zu können. Ihr könnt damit die Verbindung zu einem Netzlaufwerk unter Windows herstellen und wieder trennen, ohne jedes Mal den Benutzernamen oder das Passwort eingeben zu müssen. Es wird dabei immer ein fester Laufwerksbuchstabe zugewiesen.

Vorgehensweise

1. Legt euch eine Textdatei an (z.B. direkt auf dem Desktop). Diese könnt ihr benennen wie ihr wollt. In meinem Beispiel gebe ich ihr einfach den Namen „NAS“

2. Öffnet diese Datei, kopiert den folgenden Code und fügt ihn in eure Datei ein:


@echo off
:anfang
set /p antwort=Netzlaufwerk (v)erbinden,(t)rennen oder Programm (b)eenden?
IF %antwort% == v (
			net use x: \\IP-Adresse\Freigabe Passwort /user:Benutzername
			echo Verbindung hergestellt
			pause
			END
) ELSE IF %antwort% == t (
			net use x: /delete
			echo Verbindung getrennt
			pause
			END
) ELSE IF %antwort% == b (
			echo Good bye
			pause
			END
) ELSE Goto anfang

Es sollte dann so aussehen:

3. Jetzt müsst ihr den Code nur noch in zwei Zeilen anpassen.

In den Zeilen:
net use x: \\IP-Adresse\Freigabe Passwort /user:Benutzername und in

net use x: /delete

Erklärung:

Das x steht für einen freien Laufwerksbuchstaben. Dieser wird dann immer fest zugewiesen, sobald die Verbindung hergestellt wird. Bei IP-Adresse tragt ihr entweder den Netzwerknamen oder die IP-Adresse eures NAS Laufwerkes ein. Bei Freigabe tragt ihr den Namen der Dateifreigabe ein. Ersetzt dann nur noch Passwort und Benutzernamen mit euren eigenen Zugangsdaten und ihr seid in dieser Zeile fertig.

In der anderen Zeile müsst ihr lediglich das x wieder mit dem Laufwerksbuchstaben ersetzen, den ihr in der zuerst abgeänderten Zeile eingetragen habt.

Beispiel:

Zum besseren Verständnis, hier ein Beispiel. Ich habe ein NAS mit der IP: 192.168.1.35 und einer eingerichteten Freigabe „Daten“. Mein Benutzername lautet „Max“ und mein Passwort ist „12345“. Es soll unter Windows den Laufwerksbuchstaben „y“ bekommen. Die beiden Zeilen müsste ich dann wie folgt abändern:

net use y: \\192.168.1.35\Daten 12345 /user:Max und in

net use y: /delete

4. Speichert die Datei ab

5. Jetzt muss nur noch die Dateiendung von .txt nach .bat umbenannt werden, damit es eine ausführbare Datei wird. Diese könnt ihr euch dann direkt auf den Desktop packen oder ihr legt sie in ein Verzeichnis eurer Wahl und erstellt eine Verknüpfung auf dem Desktop. Sollten die Dateiendungen bei euch nicht angezeigt werden, so geht bitte folgenden Weg:

Dateiexplorer öffnen (Windowstaste + e) -> Organisieren -> Ordner- und Suchoptionen

->Registerreiter „Ansicht“:

Enfernt hier das Häkchen bei „Erweiterungen bei bekannten Dateitypen ausblenden“ und klickt auf „Übernehmen“. Jetzt könnt ihr die Dateiendungen sehen und umbenennen.

6. Damit seid ihr auch schon fertig. Mit einem Doppelklick auf diese Datei, öffnet sich jetzt ein kleines Fenster. Ihr müsst entweder v, t oder b eingeben und Enter drücken. Um eine Verbindung herzustellen, sieht es also wie folgt aus:

Drückt eine beliebige Taste, um das Fenster zu schließen. Ich hoffe, dass es auch bei euch funktioniert. Nutzung auf eigene Gefahr ;)

Über Torsten

Mein Name ist Torsten. Ich hoffe der Artikel hat dir gefallen und über ein Feedback von dir würde ich mich sehr freuen.

1 Kommentar zu Code für Verbindung mit NAS-Netzlaufwerk unter Windows

  1. Na ja, Benutzername und Passwort in einer unverschlüsselten, für jedermann einsehbaren Datei auf dem Rechner rumliegen zu lassen. Das wird die NSA freuen!

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