Wenn der Blog stillsteht – Die Blog-Pause

Es gibt Tage, da will es einfach nicht gelingen, einen vernünftigen Beitrag auf dem eigenen Blog zu schreiben. Das kommt vor und bevor man zu viel Unsinn schreibt, sollte man es lieber lassen. Leider gibt es aber auch längere Phasen, wo einfach komplett der Elan fehlt oder weil Dinge im realen Leben eine höhere Priorität haben.

Ob man sich nun durchquälen sollte oder lieber eine Pause macht, das ist das Thema des heutigen Webmaster Friday.

Ich bin auch der Meinung, dass man einen Unterschied zwischen Hobby-Bloggern und Business-Bloggern machen sollte. Das hat Peer auf Blogprojekt schon getan. Ich muss es also nicht auch noch einmal aufwärmen. Ich beziehe mich jetzt eher auf die einzelnen Hobby-Blogger, die nicht ihren Lebensunterhalt damit verdienen.

Geplant oder plötzlich?

Aus meiner Sicht kann immer etwas Unvorhergesehenes passieren, dass der Kopf einfach nicht frei genug ist, die Zeit fehlt, technische Probleme auftauchen oder eine Krankheit dazwischen kommt. Ein erhöhter Stresspegel kann dann auch leicht zu einer regelrechten Schreibblockade führen. An dieser Stelle möchte ich gern auf einen schönen Beitrag von Barbara auf ihrem wordweb blog verweisen. Sie gibt dort einige Anregungen, wie sich Schreibblockaden überwinden lassen.

Der zweite Grund für eine Pause kann aber auch einfach ein Urlaub sein. Als wir letztes Jahr eine Woche lang in Dänemark waren, hatten wir ein paar Artikel vorbereitet und diese zeitgesteuert veröffentlicht. Wir hatten zwar angegeben, dass wir im Urlaub sind, aber mit jedem veröffentlichten Artikel kommt ja doch die Aufgabe, nach entsprechenden Reaktionen (z.B. Kommentare und Anfragen) Ausschau  zu halten. Super Idee im Urlaub ;)

Wie kann man eine Pause machen?

Was ich persönlich immer sehr empfehlenswert finde, ist eine kleine Ankündigung zu der Pause. Die Leser wissen dann Bescheid und werden dafür auch Verständnis haben. Da muss auch nicht der 800 Wörter umfassende Text geschrieben werden. Ohne ein paar kurze Sätze dazu, wird spekuliert und ob man es glaubt oder nicht, es gibt Leute die sich auch Sorgen machen. So war es zum Beispiel auch, als Piet von Netzpanorama „verschwunden“ war. Keiner wusste was geschehen war, aber es spricht doch für ihn, dass man sich auf Facebook, Twitter und Co. nach ihm erkundigt hatte.

In dem Beitrag von Piet zum Webmaster Friday, empfiehlt auch er die Option zu nutzen, das entstehende Loch mit Gastbeiträgen zu füllen. Ich denke allerdings, dabei gibt es zwei Schwierigkeiten. Es müssen Gastautoren gefunden werden und diese müssen auch den Geschmack der eigenen Leser treffen. Besonders kleinere Blogs werden es bei der Suche nach Gast- oder Co-Autoren schwerer haben. Hinter der Aufgabe steht also auch ein Aufwand. Deshalb ist die Option mit den Gastbeiträgen, eher eine Alternative, wenn die Pause bewußt geplant wird. Das hatte zum Beispiel auch Jana von Janasworld erlebt und im Anschluss dazu eine Umfrage bei ihren Lesern gemacht. Eine gute Idee übrigens, ein Feedback von den Lesern zu bekommen und aktiv ihre Meinung zu erfragen.

Wie wirkt sich eine Blogpause aus?

So wie ich es auf verschiedenen Blogs verfolgt habe, bedeutet eine Pause nicht den Untergang des eigenen Blogs. Sicherlich werden die Zahlen langsam sinken und es hängt auch davon ab, wie das Verhältnis Stammleser, Feedabonnenten und Besucher über die Suchmaschinen ist. Bei ein bis zwei Wochen, muss man sich aber noch nicht zu viele Gedanken machen.

Ein Problem besteht darin, dass die Leser in der Regel die Frequenz kennen , mit der neue Beiträge im Blog erscheinen. Ich denke, je höher diese ist, desto eher steht der Blogger unter dem Druck, keinen Abriss entstehen zu lassen. Das ist natürlich besonders der Fall, wenn der Blog mit viel Herzblut betrieben wird und/oder auch eine gute Einnahmequelle ist.

Auf jeden Fall sollte man noch bestehende Verpflichtungen nicht vergessen! Das kann zum Beispiel ein laufendes Gewinnspiel sein.  Auch hier hilft eine kurze Information an die Beteiligten.

Bringt eine Blog-Pause etwas?

Ich für meinen Teil kann sagen – Ja. Wer die Pause wirklich nutzt, um komplett abzuschalten, der kann neue Energie tanken und daraus eine neue Motivation ziehen. Völlig verkrampft zu schreiben ist weder für den Blogger oder die Leser gut. Jeder sollte für sich selbst eischätzen, ob man einfach keine Lust hat, sich in dem Fall zusammenreißt und weiter macht oder ob es wirklich nicht mehr geht.

Durchänger kommen immer einmal vor und wer dies ein oder mehrmals selbst durchlebt hat, etwickelt aus der der Erfahrung heraus  mit der Zeit seine eigenen Strategien, wie er damit umgehen sollte. Ein Patentrezept gibt es aus meiner Sicht daher nicht. Dafür gibt es jedoch jetzt viele Sichtweisen und Anregungen zu dem Thema am heutigen Webmaster Friday und jeder sollte sich die Tipps heraussuchen, die ihm am hilfreichsten erscheinen.

Ich finde es ein schönes und wichtiges Thema. Die Beiträge der anderen teilnehmenden Blogs zeigen, dass es bei jedem einmal vorkommen kann ;)

Über Torsten

Mein Name ist Torsten. Ich hoffe der Artikel hat dir gefallen und über ein Feedback von dir würde ich mich sehr freuen.

4 Kommentare zu Wenn der Blog stillsteht – Die Blog-Pause

  1. Gut erklärt! Als ich angefangen habe, habe ich auch täglich einen Artikel rausgehauen. Dann kam die Adventszeit und ich hatte keine Zeit mehr zum Bloggen. Je länger die Pause dauerte, desto schwerer fiel es mir wieder anzufangen (Stichwort: Schreibblockade). Jetzt hab ich für mich entschieden, dass mal ein Tag ohne Beitrag auch kein Beinbruch ist. ;)

    Ach ja, wenn Ihr mal Lust auf Gastartikel habt, Ihr seid herzlich Willkommen *gg*

    • Hallo Jutta,

      auf deine Angebot mit dem Gastartikel kommen wir bestimmt irgendwann einmal zurück. Trotzdem schon jetzt ein herzliches Danke für deine Einladung ;)

      Gruß Torsten

  2. Nach wie vor ein wichtiges Thema unter den Bloggern – und man kann wohl sagen, die Thematik wird sich auch nie wirklich erledigt haben. Immer wieder werden Hobby- als auch Business-Blogger in Situationen mit Konzentrations- oder Ideenflauten geraten – deswegen ist es wohl umso wichtiger, sich auch immer mal wieder mit der Thematik und den veränderten Bedingungen ganz explizit zu beschäftigen.

    Viele Grüße
    Jasmina

    • Hallo Jasmina,

      dieses Thema scheint jeden in diesem Bereich einmal zu erwischen . Wer damit noch nie zu tun hatte, setzt sich dann eventuell selbst unter einen noch höheren emotionalen Druck, wenn es einmal nicht geht. Aus diesem Grund finde ich es schön, dass so viele Blogs das Thema aufgegriffen haben. Ich habe mir auch mit Interesse die anderen Beiträge durchgelesen.

      Ich glaube es ist hilfreich, wenn sich neue Blogger solche Artikel durchlesen, bevor es ihnen selbst einmal passiert und dann eventuell aus Frust die Motivation zum Schreiben schwindet.

      Viele Grüße
      Torsten

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