Das neue Telekommunikationsgesetz seit Mai 2012

Seit dem 10. Mai 2012 hat sich im Bereich Telekommunikation einiges geändert, denn ab diesem Tag ist das neue Telekommunikationsgesetz in Kraft getreten. Jeder der nun denkt, dass die Verbraucher wieder einmal benachteiligt werden, liegt falsch. Die Rechte der Kunden werden bei dem neuen Gesetz rund um Umzug, Anbieterwechsel sowie bei Call-by-Call-Telefonaten, Mobilfunk und den ungeliebten Warteschleifen in den Hotlines, gestärkt.

Folgende Neuerungen und Änderungen im neuen Telekommunikationsgesetz sind in Kraft getreten:

Umzug

Möchte der Kunde umziehen, kann er seinen Anschluss problemlos mitnehmen und das ohne jegliche Änderung am Vertrag. Sollte der Anbieter an dem neuen Wohnort die Leistungen nicht anbieten, so darf der Kunde vorzeitig den Vertrag mit einer Frist von drei Monaten kündigen. Für die Bereitstellung darf das Unternehmen in diesem Fall höchstens Kosten in Höhe einer Neuschaltung für einen Anschluss in Rechnung stellen.

Anbieterwechsel ohne Probleme

Leider war es bis vor kurze Zeit schwer, den Anbieter zu wechseln. Der alte Telefonanbieter hatte nicht gerade selten die Leitungen der Kunden abgeklemmt, sodass diese eine Zeit lang ohne jeglichen Anschluss zurechtkommen mussten. Doch das ist seit dem 10. Mai 2012 vorbei. Nun darf der Kunde höchstens einen Kalendertag ohne einen Internet- und Telefonanschluss sein. Nun darf der vorherige Anbieter die Leitungen erst dann unterbrechen, sobald die technischen und vertraglichen Voraussetzungen für einen Wechsel zum neuen Anbieter gegeben sind. Sollten die Leitungen bereits zu sein, muss der alte Anbieter diese ab Dezember 2012 nach einem Kalendertag wieder freischalten. Natürlich nur dann, wenn nicht der Kunde, sondern der alte Vertragspartner dies zu verschulden hat. Ebenfalls ist der Kunde nur dazu verpflichtet, 50 Prozent der Gebühr zu  bezahlen.

Übersichtliche Preise bei Call-by-Call-Anbietern

Noch bevor den Kunden beim Telefonieren diverse Kosten entstehen, muss der Anbieter ab dem 1. August 2012 den minutenpreis oder sogar die Kosten für das komplette Gespräch nennen, denn Kostenfallen sollen somit vermieden werden. Sollte diese Ansage ausbleiben, so bleibt das Gespräch für den Kunden kostenlos.

Teure Warteschleifen sind Vergangenheit

Bisher mussten Kunden immer tief in den Geldbeutel greifen, wenn es darum ging, in der Warteschleife einer kostenpflichtigen Hotline zu hängen. Doch jetzt müssen die Kunden nur dann zahlen, wenn sie auch bedient werden. Das Warten ist somit kostenlos. Dieses Gesetz tritt allerdings erst nach und nach in Kraft.

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2 Kommentare zu Das neue Telekommunikationsgesetz seit Mai 2012

  1. Das finde ich mal extrem gut, dass es neue Gesetze gibt, die den Verbraucher nicht benachteiligen. Bisher konnte man nämlich immer den Eindruck gewinnen, dass es darum geht, dem Verbraucher Geld abzuknöpfen.

  2. Das mit den Warteschleifen finde ich ja mal eine revolution. Bei manchen Anbietern kommt man ja wirklich kaum durch, wenn probleme sind, erreicht man niemand, weil meist viele in der Umgebung das gleiche Problem wie keinen Internetzugang oder so haben. Und die frühezeitige Kündigung beim Umzug finde ich auch gut. Wobei eine einmonatige Kündigungsfrist noch besser wäre. Schließlich kann es einen ja auch ganz plötzlich aus Arbeitsgründen in eine andere Stadt oder aufs Land ziehen, wo man nicht drei Monate vorher kündigen kann.

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