Der Öko-Klick – umweltbewusstes Handeln einfach gemacht

Ökologisch bewusste Verbraucher hatten es bei der Auswahl von Lebensmitteln noch nie so einfach wie heute. Wer vor 20 Jahren noch darauf bedacht war, die ökologisch ausgerichtete Nahrungsmittelerzeugung zu fördern, war auf kleine, oft schwer aufzufindende Bio-Läden angewiesen. Heutzutage gibt es „Bio“ in jedem Supermarkt – leicht zu erkennen an dem europaweit einheitlichen Bio-Siegel. Fast schon zu jedem Produkt gibt es eine Bio-Variante. Und auch der Preis für ökologische erzeugte Lebensmittel ist mittlerweile für fast jeden Geldbeutel erschwinglich.

Was für den Lebensmittelmarkt gilt, gilt auch für das Internet. Das Internet vereinfacht vieles – auch umweltbewusstes Handeln. Insbesondere bietet das weltweite Netz durch bequeme und schnelle Erledigungsarten neue Möglichkeiten, positive Ursachen zu setzen und auch in Bezug auf Umweltschutz verantwortungsvoll zu handeln. Wenig Aufwand – große Wirkung. Dem Internet-User wird es einfach gemacht.

1. Möglichkeit: Verursachter CO2-Ausstoß durch eigene Flugreisen kompensieren

Oft kann man mit nur einem Klick an der richtigen Stelle einen kleinen, aber wichtigen Beitrag für den Erhalt der Natur und den Bestand des Klimas erreichen. Ein gutes Beispiel ist atmosfair.de. Wer nicht auf die Inanspruchnahme von Flugzeugen verzichten will oder kann, hat hier die Möglichkeit, seinen persönlich verursachten CO2-Ausstoß zu kompensieren. Es reicht die Eingabe der Flugdaten. Berechnet wird die Menge des individuell durch den Flug hervorgerufenen Kohlendioxid-Ausstoßes und ein entsprechender Geldbetrag, der eine vergleichbare positive Wirkung durch Investitionen in verschiedene Klimaprojekte hat. Diesen Geldbetrag überweist der Kunde und gleicht dadurch seinen Kohlendioxidausstoß durch den Flug aus.

2. Möglichkeit: Anbieter für „echten“ Ökostrom finden

Ein anderes Beispiel: die Suche nach einem neuen Stromanbieter. Auf dem Strom-Portal enerdream.de findet sich ein Button (beschriftet mit „nur Ökostrom“), der mit nur einem Klick die Auswahl der Tarife auf Angebote eingrenzt, die ausschließlich regenerativ erzeugten Strom liefern. Eine einfache und simple Sache: Der Weg von der Entscheidung, auf Kohle- und Atomstrom zu verzichten, zur entsprechenden Handlung ist denkbar mühelos. Wer jetzt noch nach Ausreden sucht, warum er keinen persönlichen Beitrag zur Energiewende leistet, wird in große Argumentationsschwierigkeiten geraten. Die Sinnhaftigkeit von Ökostrom-Tarifen wird zwar oft in Zweifel gezogen, aber unbestreitbar ist, dass jeder neue Kunde von Ökostrom die Nachfrage nach ökologisch erzeugter Energie erhöht – und sich gleichzeitig vom konventionellen Strom verabschiedet. Je höher die Nachfrage nach Ökostrom, umso größer der Druck auf die Stromkonzerne, die Energiewende zu
beschleunigen.

3. Möglichkeit: CO2-neutrale Versandart auswählen

Und noch viel mehr ist möglich: Viele Internet-Versandhäuser bieten CO2-neutrale Versendungsarten an, oft nur für einen minimalen Aufpreis. Auch hier reicht ein einziger Klick, um den Versand von „klimaschädlich“ auf „klimafreundlich“ umzustellen. Webmaster können sich für Internet-Hoster entscheiden, die ihre Server energiesparend einsetzen und Ökostrom verwenden – mit dem Effekt, dass „grüne Webseiten“ möglich werden. Gerade angesichts der Tatsache, dass das Netz immer mehr zu einem riesigen Stromfresser wird, ist dies ein hoffnungsvolles Zeichen.

Wichtiges Fazit

Die globalen Umweltprobleme erscheinen oft übermächtig und unlösbar. Die Liste der Möglichkeiten, wie man das Internet für die Umwelt einsetzen kann, ließe sich noch beliebig erweitern. Die Macht der Konsumenten ist aber viel höher, als gemeinhin angenommen wird. Es ist nur schade, dass diese Erkenntnis bei den meisten Verbrauchern immer noch nicht angekommen ist.

Über Susi
Moin, ich bin Susi. Hier auf www.netz-online.com veröffentliche ich Themen aller Art. Die Palette reicht von Shop-Vorstellungen, Produkttests, E-Commerce, Geld verdienen, Onlinehandel, Sparen, Technik und B2B.

1 Kommentar zu Der Öko-Klick – umweltbewusstes Handeln einfach gemacht

  1. Hi. Also ich bin auch von Bio-Produkten überzeugt und kaufe – sofern möglich – nur noch diese ein. Denn wie du schon sagst, sind diese glücklicherweise nicht mehr ganz so teuer wie am Anfang, wo sie auf den Markt kamen. 🙂

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