Always in touch – mobile Sicherheit für Kinder

Ein Großteil der deutschen Bürger hält das mobile Internet bereits in den eigenen Händen – dazu gehören auch Jugendliche. Eine zuverlässige Netzabdeckung, schnelle Übertragungsraten, sinkende Kosten und eine verbesserte Usability sind Gründe, warum Smartphones bei den Kids so beliebt sind und warum sie jeder besitzen möchte. Die Verbreitung der mobilen und leistungsstarken Alleskönner erhöht sich seit Jahren. Damit verändert sich gleichzeitig auch die Art, wie Menschen kommunizieren, interagieren und konsumieren. Wer in dem sich rasant entwickelnden Markt mitspielen möchte, der muss sich der Veränderung anpassen – das gilt sowohl für Jugendliche als auch ihre Eltern.

Always in touch
Foto: © lunamarina – photodune.net

Smartphon-Impact: Wie intelligente Mobiltelefone unser Leben beeinflussen

Das Internet hat seit Jahren einen festen Platz im Leben vieler Menschen eingenommen und die Gesellschaft damit revolutioniert. Viele Unternehmen gäbe es heute ohne das World Wide Web nicht. Mit der Verbreitung der Smartphones begann eine weitere kleine Revolution – denn das Internet halten die Menschen heute in ihren Händen. Als treuer Begleiter sind Smartphones wahre Alleskönner: Ihre Benutzer checken die neusten E-Mails, vergleichen Preise im Supermarkt und hinterlassen Nachrichten auf Facebook. Für viele Menschen ist das Handy somit ein Gegenstand geworden, ohne dass sie ihr Haus nicht verlassen würden. Laut Bitkom gab es im Jahr 2010 weltweit mehr als vier Milliarden Mobiltelefone. Fast jeder zweite Mobiltelefonnutzer schaltet sein Gerät nachts nicht ab und ist somit immer erreichbar. Parallel zum Internet hat sich das Mobiltelefon in unser tägliches Leben integriert.

Rund 80 Prozent der Deutschen gehen mindestens einmal pro Woche online. Alleine Facebook.com wurde laut Comscore im August von fast 40 Millionen Deutschen besucht. Ebenfalls beliebt sind Xing, die Plattform für Geschäftskontakte, sowie Google+, der direkte Konkurrent von Facebook. Das Smartphone ist die Brücke, das Bindeglied, zwischen Internet und Anwender. Beeindruckend ist die Tatsache, wie Computer innerhalb von 40 Jahren von riesigen Rechenzentren auf Hosentaschengröße geschrumpft sind. „Klein aber oho“ kann man sie bezeichnen, denn an Leistung fehlt es definitiv nicht. Dank WiFi und 3G beziehungsweise LTE in Kombination mit flächendeckender Netzabdeckung bieten sie Internet überall. Mit zunehmendem technologischen Fortschritt werden die Geräte nicht nur leistungsstärker, auch die Usability wird verbessert. Menüs laufen sauberer, HD-Inhalte sind flüssiger und Webseiten werden besser dargestellt.

Gerade weil Smartphones recht neue Geräte sind, haben Eltern häufig Probleme, dem neuen Trend zu folgen. Sie kaufen ihrem Nachwuchs ohne groß zu überlegen das neue iPhone, sind sich dabei aber nicht bewusst, dass sie ihr Kind Gefahren aussetzen.

Wie Jugendliche das Handy nutzen

little girl writes stylus on device
Foto: © Zigf – photodune.net

Alle haben ein Handy!“ – mit diesem Argument treffen Kinder den Nagel auf den Kopf: Das Mobiltelefon ist im Besitz von 97 Prozent aller Teenager. Das Einstiegsalter sinkt von Jahr zu Jahr: Bereits ein Drittel aller Kinder zwischen acht und neun Jahren besitzt bereits ein Mobiltelefon, bei den Zehn- bis Elfjährigen sind es sogar zwei Drittel. Ein Großteil der Kids telefoniert über Prepaidkarten, nur ein Drittel erhält einen Laufzeitvertrag von Mama und Papa.

Im Gegensatz zu den Erwachsenen, die über ihr Smartphone geschäftliche Dinge erledigen, ist das Mobiltelefon für Kinder ein „cooles Gerät“. Sie nutzen es zum Spielen, Kommunikation, Fotografieren, Musikhören und anderen spaßigen Dingen. Zwar geben viele Jugendliche an, dass das Mobiltelefon ihr Leben verbessert habe, der ständige Kontakt zu Freunden und Eltern steht dabei aber nicht an erster Stelle. Und genau das ist ein Anzeichen für Eltern, warum sie sich mit Smartphones auseinandersetzen müssen. Die exzessive Nutzung des Mobiltelefons ist nicht das größte Problem, Smartphones erlauben die Installation sogenannter Apps. Bei der Installation spielt es häufig keine Rolle, wie alt der Besitzer ist. Von gewaltvollen Spielen über mit Viren verseuchten Applikationen – Jugendliche sind potenzieller Opfer von gefährlichen Apps.

Wie Eltern ihre Kinder schützen können

Das Smartphone ist eine Multimediaplattform, die viele Funktionen in sich vereint. Kinder und Jugendliche finden das toll, Eltern weniger. Das größte Problem für Eltern ist das mobile Internet in Kombination mit dem grundsätzlichen Interesse und der Neugier der Kleinen. Von pornografischen über gewaltverherrlichenden Seiten und Spielen: Kinder haben unbegrenzten Zugriff auf Inhalte, die nichts für ihre jungen Augen sind.

Internet nur bedingt limitierbar

Die Startseite ins World Wide Web ist in der Regel das Portal des Mobilfunkanbieters. Zu finden sind hier Nachrichten, Links zu beliebten Seiten, Spiele, Musik, aber auch eine Sektion mit Inhalten ab 18 Jahren. Kinder haben ohne PIN keinen Zugriff auf den „ab 18 Bereich“. Eltern können zusätzlich einen Filter für Inhalte ab 16 Jahren einrichten, dieser gilt allerdings nur für die Inhalte des Mobilfunkbetreibers. Alles außerhalb des Portals, also das gesamte Internet, steht dem Jugendlichen komplett frei. Haben Eltern Bedenken bei der Nutzung des Internets ihrer Sprösslinge, können sie den Internetzugang komplett deaktivieren.

Applikationen für jeden Bedarf

Die Basis aller Smartphones sind die Applikationen, auch Apps genannt. Für nahezu jeden Bedarf gibt es eine eigene App: Sei es ein Taschenrechner, ein Webbrowser, eine Todo-Liste oder andere Dinge – Applikationen machen Smartphone-Nutzern das Leben einfacher, aber auch schwerer. Über spezielle Marktplätze können die Anwender Applikationen in Sekunden auf ihr Gerät herunterladen. Applikationen wie die von SPIEGEL ONLINE bietet aktuelle Nachrichten und mit der Facebook App treten die Kids in Kontakt mit ihren Freunden. Doch auch hier gilt: Eltern können das Internet nur komplett abschalten, damit verlieren die Kinder auch den Zugriff auf die Online-Funktionen der Apps.

Vertrauen aufbauen

Wie zuvor gezeigt, ist die technische Limitierung nahezu unmöglich. Eltern sollten deshalb auch gar nicht erst versuchen, ihren Kindern den Zugriff auf diverse Inhalte zu verbieten. Stattdessen sollten sie so früh wie möglich beginnen, mit ihrem Nachwuchs über Themen wie Erotik, Sex und Gewalt zu sprechen. Eine regelmäßige Kontrolle der Mobiltelefone ist nicht zu empfehlen. Damit verletzen Eltern nicht nur die Privatsphäre ihrer Kinder, sondern verlieren womöglich auch ihr Vertrauen. Kommt es in der Schule zu Mobbing durch Aufnahmen oder es werden pornografische oder gewaltverherrlichende Videos verbreitet, sollte in der Schule offen darüber gesprochen werden. Eltern und Lehrer haben die Aufgabe, das Unrechtsbewusstsein der Kinder und Jugendlichen zu verschärfen. Gleichzeitig müssen sie ihnen verdeutlichen, wie sie mit Video- und Fotofunktionen verantwortlich umgehen.

Tipps für Eltern:

  • Eltern sollten mit ihrem Kind über Handyfotos und -videos sprechen und alle Fragen klären.
  • Kindern muss bekannt sein, dass die Privatsphäre ein heikles Thema ist. Bilder und Videos von fremden Menschen dürfen nur mit ihrem ausdrücklichen Einverständnis ins Internet gestellt werden.
  • Den Tausch von jugendgefährdenden Videos können Eltern der Polizei melden. Vorher ist es ratsam, die Lage mit den Lehrkräften und Eltern der Betroffenen zu klären.

Die Rechtslage:

  • Jugendliche sind ab 14 Jahren strafmündig. Mit der Verbreitung gewaltverherrlichender oder pornografischer Bilder beziehungsweise Videos an Minderjährige machen sie sich strafbar.
  • Lehrkräften ist es gestattet, während dem Unterricht Mobiltelefone einzubehalten, wenn die Geräte den Unterricht stören. Die Untersuchung des Smartphones ist ohne Einwilligung des Besitzers nicht erlaubt – dies darf unter bestimmten Umständen die Polizei oder Staatsanwaltschaft.
  • Weitere Tipps zu illegalen Inhalten auf mobilen Geräten von Schülern gibt es unter diesem Link

Die Kosten im Griff behalten

Bild: © Bloomua – photodune.net
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Das Mobiltelefone ist für Jugendliche, aber auch Eltern, eine wahre Kostenfalle. Die meisten Jugendliche haben ihre Kosten gut im Griff: Einer Umfrage (JIM 2009) zufolge hat nur sechs Prozent der Befragten Schulden gemacht – und auch dann handelte es sich nicht um große Beträge.

Nicht beabsichtigte Kosten können dennoch problematisch werden und für Streit sorgen. Ob aus Unwissenheit oder durch Abzocke – hohe Kosten entstehen sehr schnell. Erst seitdem Verbraucherzentralen Druck machen, verdeutlichen Anbieter die Kosten für ihr Angebot. Dennoch spekulieren sie darauf, dass die Kinder und Jugendlichen das Kleingedruckte nicht lesen.

Für Eltern ist eine Sim Karte von Tchibo oder anderen Anbietern die ideale Kostenkontrolle. Das Guthaben können die Jugendlichen bei Bedarf aufladen. Sollte sie in eine Abofalle tappen, wird lediglich das zur Verfügung stehende Guthaben restlos verbraucht, es entstehen aber keine nennenswerten Kosten.

 

Über Susi
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