Zahlungsmoral nimmt ab

Viele Unternehmen kämpfen derzeit mit ausgedehnten Zahlungszielen und mangelnder Zahlungsmoral ihrer Kunden. Gerade heute müssen immer Unternehmen auf die Dienstleistungen von Inkassounternehmen zurückgreifen. Doch nicht nur Wirtschaftstreibende sind betroffen, zunehmend sind auch Privatpersonen gezwungen Außenstände via Inkassoservice „eintreiben“ zu lassen. Doch auch viele Unternehmen, die Inkassoleistungen anbieten sehen Umsätze und Kundenzahlen schrumpfen, zumal die Einbringung immer schwieriger wird. „Die Zahlungsmoral ist in den letzten zehn Jahren rapide gesunken“, verrät ein Experte und sieht die Hauptursache nicht nur in der Wirtschaftslage, sondern auch darin, dass Schulden nicht rechtzeitig abzuzahlen oder Zahlungsziele zu verfehlen, mittlerweile zu stark bagatellisiert wird.

Auftraggeber prüfen immer stärker

Foto: © tylor - Fotolia.com
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Die Auftraggeber prüften inzwischen die Bonität ihrer Kunden immer sorgfältiger, auch das Mahnwesen wird zunehmend straffer organisiert. Schuld daran sind auch die steigende Arbeitslosigkeit und ein gewisser Inflationsanteil. Steckt ein Schuldner in einer kurzfristigen Liquiditätskrise, dann findet sich in der Regel immer eine Lösung, Teilzahlungen oder kurzfristige Stundungen werden von den meisten Zahlungsabwicklern als Überbrückung angeboten. Ist die Krise dann nämlich überwunden, freut sich das betreibende Unternehmen einen treuen Kunden behalten zu haben und kann sich sicher sein, dass sich der Kunde das Entgegenkommen in schwierigen Zeiten merkt.

Unterschiedliche Schuldner

Schwer ist es für die entsprechenden Zahlungsabteilungen allerdings oft hier die Streu vom Weizen zu trennen und zwischen jenen Schuldnern, die nur einen kurzfristigen Liquiditätsengpass haben und jenen, die bewusst damit spekulieren Zahlungsvereinbarungen auszureizen oder immer wieder verlängert zu bekommen. Wenn die Gründe für die ausbleibenden Zahlungen allerdings nachzuweisen sind wie Zahlungsunwillen oder fahrlässige Inanspruchnahme von Leistungen oder Produkten, dann müssen konsequent gerichtliche Schritte eingeleitet werden. Ein zahlungsunwilliger Kunde wird auch in Zukunft nicht zahlen wollen. Auf eine solche Kundenbeziehung kann dann auch problemlos verzichtet werden.

Zahlreiche Ausreden

Die Kreditschützer und Vertreter der Inkassobranche befragen regelmäßig Mitglieder und Kunden nach der Zahlungsmoral ihrer Geschäftspartner. Dabei stoßen sie auf eine Vielzahl an Ausreden und Gründe für verspätetes Zahlen oder Nichtbezahlen: Am häufigsten kommt die Ausrede man hätte die Rechnung nicht erhalten. Mehr als die Hälfte der Zahlungssäumigen verwendet sie um Zeit zu gewinnen. Als weitere beliebte Ausrede wird daraufhin gewiesen, dass die Kunden des Schuldners nicht bezahlen, daher eine Begleichung noch nicht möglich ist. Rund ein Drittel behauptet schlichtweg es sei im Moment aus unterschiedlichsten Gründen nicht genügend Geld vorhanden, um den Außenstand auszugleichen. Absurd, aber immer noch häufig in Gebrauch ist die Hinhaltetaktik man habe schon bezahlt, die Bank habe bei der Überweisung geschlampt. Jede vierte urgierte Forderung wird mit den Worten, man sei um eine Klärung bemüht, der zuständige Vorgesetzte aber im Moment nicht da abgetan. Weiter unten auf der Beliebtheitsskala der Ausreden aber immer noch in Verwendung ist die Ausflucht, man müsse den nächsten Zahlungslauf abwarten oder es sei ein längeres Zahlungsziel vereinbart worden.

Vorteil von professionellen Inkassounternehmen

Erfahrene Inkassounternehmen wie Infoscore Inkasso Verl können in der Regel auf einen regen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Mit Fingerspitzengefühl gehen sie entsprechend an die Betreibung der Außenstände heran und arbeiten daran, die entsprechenden Verbindlichkeiten so zeitnahe wie möglich einzutreiben. Neben der Bonitätsprüfung wickeln Inkassounternehmen meist auch die Eintragungen in der zentralen Schuldnerdatei ab.

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1 Kommentar zu Zahlungsmoral nimmt ab

  1. Es wird in der Tat immer schlimmer.
    Wir arbeiten eigentlich nicht großartig auf Rechnung, lediglich bei Behörden und evt. bei Stammkunden. Früher konnte man noch problemlos ein Austauschgerät vorab, im Falle eines defektes dem Kunden zusenden. Heute geht das eigentlich nicht mehr. Das defekte Gerät erhält man oftmals erst zurück, wenn man eine polizeiliche Anzeige in die wege leitet, jedoch bei der Bitte um Vorabaustausch darf man ja nicht mal dran denken, dass der Kunde das Austauschgerät evt. vergessen könnte zurück zu senden (auch nach Mahnung per Einschreiben).
    Echt traurig. Ich will nicht wissen was da bei Dienstleistern los ist, die nur erschwert per Vorauskasse arbeiten können.

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