Hightech-Ausweise schützen besser!

Nicht nur in den USA gilt: Ohne Funkchip geht nichts mehr! Egal ober Mitgliedskarte, Führerschein oder Reisepass: Immer mehr Ausweiskarten werden mit einem RFID-Chip ausgerüstet. Dieser ermöglicht ein elektronisches Auslesen aller gespeicherten Daten – darunter auch vertrauliche Personendaten. Behörden warnen nun – die Hightech-Ausweispapiere sollten gegen ein unbefugtes Auslesen Dritter geschützt werden. Dazu eignen sich am besten funkundurchlässige Spezialhüllen!

Personalausweise mit RFID-Chips sind auf Distanzen bis zu zehn Metern auslesbar!

Foto: © maigi - photodune.net
Foto: © maigi – photodune.net

Die neuen elektronisch auslesbaren Ausweise machen es leider nicht nur den Behörden leichter – auch Diebe können die moderne Technik nutzen um praktisch einfach im Vorbeigehen vertrauliche Personendaten zu stehlen.

Der Grund für diese Empfehlung liegt auf der Hand. Denn die Auslesung der ungeschützten Elektro-Ausweise findet vom Besitzer vollkommen unbemerkt statt. Die Technik des Chips ist so ausgelegt, dass die auf ihm gespeicherten Informationen per Funk bis zu zehn Meter weit übertragen werden können. Die Erkenntnis, dass dies auch gerne ohne Einwilligung und Wissen der Besitzer geschieht, ist nicht neu. Denn in Deutschland gab es bereits vor der Einführung von Personendokumenten mit RFID-Chips erhebliche Widerstände. Seit November 2010 werden auch in Deutschland Personalausweise mit dem Hightech-Chip ausgestattet.

Zwar erklärte das US-Außenministerium, dass mit den unerlaubt abgegriffenen Informationen nicht viel anfangen werden könne, da diese verschlüsselt abgelegt wären. Dennoch könne man solch einen Datenangriff verhindern, wenn der Ausweis in einer speziellen Schutzhülle verstaut würde, die das Abstrahlen und somit das Auslesen verhindere. In Washington beispielsweise werden die Führerscheine bereits von der Behörde mit solch einer Hülle ausgegeben, die das Auslesen Unbefugter verhindert.

Wichtig ist dabei jedoch, dass die Schutzhülle nicht verknickt. Denn nur ein tadelloser Zustand verhindert laut den Forschungsergebnissen der University of Washington und der RSA Laboratories ein drahtloses Auslesen.

Das IT-Sicherheitsunternehmen Flexilis dokumentierte bereits vor einigen Jahren, welche Folgen ein unerlaubtes Auslesen haben kann. Daher schlug das Sicherheitsunternehmen der Regierung vor, die Ausweise, um sie erfolgreich vor Spähern zu schützen, mit einer Aufklapphülle auszustatten, die erst nach vollständigem Aufklappen den RFID-Chip aktiviert. Im Versuch wurde eine Menschenattrappe mit einem herkömmlichen Ausweis mit Chip ausgestattet. Diese Kunststoffattrappe löst beim Vorbeiziehen mittels Seilzug eine in einem Mülleimer deponierte Sprengladung aus. Das Experiment beweist: Selbst mit den verschlüsselten Daten eines RFID-Ausweises lässt sich etwas anfangen. Offenbar ermöglichen selbst die verschlüsselten Daten eine Identifizierung.

Doch geändert hat diese plakative Demonstration nichts. Auch weiterhin werden in den USA und Deutschland die Hightech-Ausweise ohne entsprechenden Schutzmechanismus ausgegeben. Bereits jetzt wird geforscht, wie die Reichweite sogar erweitert werden kann. Das Unternehmen Mojix aus Los Angeles arbeitet zurzeit an einem Chip namens STAR, der aus Entfernungen von bis zu zweihundert Metern ausgelesen werden kann – ein Albtraum für jeden Datenschützer! In Deutschland sind die unsicheren Chips nicht nur in Personalausweisen und Reisepässen zu finden, sondern auch in EC- und Kreditkarten, Krankenkassenkarten, Mitarbeiterausweisen für Zutrittskontrollen, Blutspendeausweise, Mitgliedsausweise und in Ausweisen der öffentlichen Nahverkehre bzw. deren Ticket. Es liegt also an den Besitzer, solche Dokumente gegen ein unbefugtes Auslesen mithilfe von einer RFID Schutzhülle zu schützen!

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