Handyortung – Darf man seine Mitarbeiter überwachen?

Bild: © Bloomua – photodune.net

Heutzutage ist eine Handyortung einfach und technisch problemlos möglich, daher wird diese Methode von vielen Menschen gerne genutzt, um anderen Personen zu lokalisieren. Eine Handyortung ist hilfreich zur Überwachung von Kindern sowie älterer Menschen, die zum Beispiel unter Demenz leiden. Auch Diebstähle oder sonstige Straftaten lassen sich mit Hilfe des Handyortungsverfahrens aufdecken. Für diese Zwecke ist die Ortung eines Mobiltelefon durchaus sinnvoll.

Einige Menschen nutzen dieses Verfahren auch gerne, um ihren Partner oder ihre Mitarbeiter heimlich zu überwachen. Doch das ist in Deutschland illegal. Wozu die Ortung erlaubt ist und in welchen Fällen diese verboten ist, setzt der Gesetzgeber fest. Gegen die Datenschutzrichtlinien verstößt die heimliche Ortung auf jeden Fall. Es ist strafbar, wenn man Personen ohne ihr Wissen ortet. Nur das eigene Handy oder das seiner Kinder, sofern diese noch nicht 18 sind, darf man ohne Einwilligung orten. Bei anderen Personen, wie dem Partner, Freunden oder Mitarbeitern benötigt man eine Erlaubnis das Handy zu orten.

Das Mitarbeiter überwacht werden ist keine Seltenheit und geschieht häufig bei Außendienstmitarbeitern und Lkw- oder Kurierfahrern, deren Fahrzeuge mit einem GPS-Sender ausgestattet, der stets ihren Aufenthaltsort an den Arbeitgeber übermittelt. schließlich will der Arbeitgeber wissen, wo sich ihre Mitarbeiter gerade aufhalten, wann sie die Ladung abliefern bzw. beim Kunden eintreffen. Das ist eine sinnvolle Sache und so setzen viele Unternehmen daher Ortungssysteme ein. So werden allerdings auch alle außerplanmäßige Stops oder Toilettengänge registriert. Bei dieser Art müssen die Arbeitnehmer jedoch um Erlaubnis gefragt werden und ganz so einfach ist das auch nicht. Seriöse Anbieter lassen ohne Einwilligung kein Handy orten Erst muss dieses freigeschalten und mit einer SMS bestätigt werden.

Totalüberwachung durch den Arbeitgeber

Das ist nicht erlaubt und nur mit vorheriger Einwilligung der Betroffenen zulässig. Personenbezogene Daten dürfen Unternehmen laut Bundesdatenschutzgesetz zwar für eigene Zwecke nutzen, aber auch das hat Grenzen. Trotzdem, lehnt ein Arbeitnehmer dies ab, gefährdet er womöglich seinen Arbeitsplatz und das werden die wenigsten tun. Der Arbeitgeber sollte seinen Mitarbeitern genau erläutern, wofür die gesammelten Daten verwendet werden. Transparenz schafft schließlich Vertrauen. Vertrauen sich Arbeitgeber und Mitarbeiter, dann ist die Handyortung auch kein Problem. Im Gegenteil, es dient den Mitarbeitern auch zu ihrer eigenen Sicherheit. Falls etwas passiert, kann der Arbeitgeber genau feststellen, wo sich der Mitarbeiter gerade aufhält.

Generell verboten ist es allerdings, die Arbeitnehmer auch privat zu überwachen! Ausnahmen gibt es nur bei der Polizei und nur bei Verdacht auf Straftaten. Sie darf jedes Handy und Jedermann orten lassen – ohne Zustimmung der Personen.

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