Wie man erfolgreich mit binären Optionen handelt

Der Handel mit binären Optionen ist in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass die Instrumente einfach zu verstehen sind. Es gibt im Prinzip nur zwei Mögliche Szenarien: Entweder man gewinnt einen festgelegten Betrag oder der Wert der Option verfällt.

Trotzdem sind viele Anleger nach wie vor nicht mit binären Optionen vertraut. Dabei bieten sie die Chance auf satte Gewinne; aber leider auch das Risiko hoher Verluste. Wer sich für binäre Optionen interessiert, sollte daher einige Dinge beachten.

Binäre Optionen sind Termingeschäfte, bei denen es nur zwei mögliche Payout-Szenarien gibt

Eine binäre Option ist ein Termingeschäft, bei dem lediglich zwei Szenarien eintreten können: Falls sich der Kurs des zugrundeliegenden Basiswertes wie vom Käufer vorhergesagt entwickelt, erhält er einen festgelegten Betrag. Andernfalls verliert er entweder den gesamten Anlagebetrag oder er erhält eine vorher festgelegte Rückzahlung.

Im Prinzip muss sich der Käufer also nur für eine dieser beiden Möglichkeiten entscheiden. Dabei existieren, ebenso wie bei klassischen Optionen, Call und Put Optionen. Kauft man einen Call, setzt man auf steigende Preise, entscheidet man sich für den Put, setzt man auf fallende Preise. Der Gewinn ist jedoch fixiert, anders als bei klassischen Optionsscheinen, bei denen die Höhe des Gewinns von der Stärke der Kursschwankung abhängt.

By Gxti (Own work) [CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons
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Ein weiterer Unterschied zu klassischen Optionsscheinen ist, dass der Käufer die Option nicht während der Laufzeit ausüben kann. Dafür kann man aus vielen verschiedenen Laufzeiten auswählen, die in der Regel zwischen 60 Sekunden und einem Monat variieren.

Das Risiko beim Handel mit binären Optionen hängt in erster Linie vom zugrunde liegenden Asset ab

© raissa - Fotolia.com
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Der Wert einer binären Option hängt vom zugrunde liegenden Asset ab. Dieser Basiswert gilt als Bezugswert, um festzustellen, ob die Option zum Ausübungszeitpunkt im Geld oder aus dem Geld liegt. Basiswerte können, wie bei klassischen Optionen, sämtliche Assets sein, die Kursschwankungen unterliegen.

 

 

Dazu zählen beispielsweise:

  • Aktien
  • Rohstoffe
  • Währungspaare
  • Indizes

Trader sollten dabei jedoch eines berücksichtigen: Wenn man lediglich mit dem Basiswert selbst handelt, muss man nur die Richtung der Kursentwicklung voraussagen. Wenn man denselben Basiswert mit binären Optionen handelt, muss man darüber hinaus auch den Zeitpunkt voraussagen, bis zu dem die Kursentwicklung stattgefunden hat.

Der Gewinn ist bei binären Optionen in der Regel auf 80% begrenzt, der mögliche Verlust beträgt in den meisten Fällen jedoch 90%

Da es nur zwei mögliche Szenarien gibt, kann man seinen Gewinn oder seinen Verlust exakt einkalkulieren. Das Risiko/Gewinn Verhältnis ist jedoch im Vergleich zu herkömmlichen Trading Instrumenten verzerrt. Der Gewinn bei binären Optionen ist in der Regel begrenzt (meistens auf 80%). Der Verlust kann jedoch 90% betragen.

Trader sollten daher unbedingt die Konditionen verschiedener Broker vergleichen, um sich den größtmöglichen Gewinn zu sichern. Außerdem werden auch die Ausübungspreise oft vom jeweiligen Broker festgelegt.

Hedging und Early Exit sollten Teil der Trading Strategie sein

Wie bei herkömmlichen Handelsinstrumenten gehört Hedging auch bei binären Optionen zur Anlagestrategie. Trader können durch die Platzierung ihrer Optionen beide möglichen Szenarien adressieren. Dazu können sie Konten bei verschiedenen Brokern eröffnen und so von den Willkommens-Boni profitieren.

Ein weiterer Knackpunkt bei binären Optionen ist der Early Exit. Die meisten Broker bieten Ihren Kunden an, ihre Option noch vor Ablauf des Anlagezeitraums gegen eine Gebühr zu verkaufen. Falls die Option also noch im Geld ist, sich aber ein gegenläufiger Trend abzeichnet, macht es unter Umständen Sinn, den Trade zu beenden. So kann man einem höheren Verlust entgehen.

Broker haben für diesen Fall strenge Regeln, die man besser kennt bevor man sich auf das Geschäft einlässt. Trader sollten den Early Exit daher mit Vorsicht genießen und die für sie richtige Strategie wählen.

Der Markt ist noch relativ klein und Trading im außerbörslichen Handel birgt Risiken

Der Handel mit binären Optionen steckt derzeit noch in den Kinderschuhen. Deshalb ist das Angebot im Vergleich zu traditionellen Handelsinstrumenten eher begrenzt und viele binäre Optionen sind nur zu bestimmten Tageszeiten oder an bestimmten Wochentagen erhältlich. Das kann unter Umständen dazu führen, dass man nicht die Option seiner Wahl erwerben kann, sondern auf ein anderes Instrument ausweichen muss.

© joreks - Fotolia.com
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Dazu kommt, dass binäre Optionen in der Regel nur im außerbörslichen Handel (OTC) erhältlich sind. Händler können zwar an bestimmten Börsen, wie beispielsweise der American Stock Exchange (AMEX) oder der Chicago Board Options Exchange (CBOE) börsengehandelte binäre Optionen erwerben, das ist jedoch die Ausnahme.

Da der außerbörsliche Handel deutlich weniger reguliert ist, ist das Risiko für den Käufer höher als bei börsengehandelten Optionscheinen. In diesem Markt ist in der Regel weniger Liquidität vorhanden und es besteht darüber hinaus die Gefahr eines Interessenkonflikts beim Betreiber.

Termingeschäfte jeder Art erfordern gute Marktkenntnisse und eine wohldurchdachte Anlagestrategie. Das gilt für klassische Optionsscheine ebenso wie für binäre Optionen. Wer jedoch weiß, worauf er sich einlässt, kann mit diesen Instrumenten gutes Geld verdienen.

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