Wie die Euro-Währung die Forex-Märkte beeinflusst

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Nach langer Zeit hat die Notenbank der USA (Federal Reserve) den Leitzins wieder einmal angehoben. Die am Mittwoch, den 16. Dezember 2015 verkündete Maßnahme hat bislang wenig Auswirkung auf den Devisenhandel. Ob das so bleibt, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Die jüngste Zinsanhebung der Federal Reserve hat ein wenig Bewegung in das Kursverhältnis zwischen US-Dollar und Euro gebracht. Erhielt man Mitte Dezember für einen Euro noch etwas mehr als 1,10 US-Dollar, rutschte der Euro-Kurs nach der Ankündigung der US-Amerikanischen Notenbank den Leitzins anzuheben, auf gut 1,08 US-Dollar ab. Allerdings fiel der Kursrückgang weit geringer aus als von vielen Devisenhändlern erwartet worden war. Beobachter und Handelsplattformen wie wie ich auf der Handelsplattform www.ig.com/de nachlesen konnte führen dies unter anderem darauf zurück, dass die Zinsanhebung von lediglich 0,25 % den allgemeinen Erwartungen entsprach und daher keine Unruhe in den Markt brachte.

Erste Zinsanhebung seit neun Jahren

Wenngleich die erste Anhebung des US-Leitzinses seit neun Jahren bislang ohne große Folgen geblieben ist, könnten künftige Maßnahmen dieser Art weitaus größere Auswirkungen auf die Märkte haben. Eine wichtige Rolle bei der Gestaltung des künftigen Kursverhältnisses zwischen Euro und US-Dollar dürfte es spielen, ob die US-Notenbank, wie angekündigt, ihrer ersten Leitzinsanhebung seit neun Jahren weitere folgen lassen wird. Für das kommende Jahr hat die Federal Reserve vier Erhöhungen in Aussicht gestellt. Finanzexperten gehen jedoch davon aus, dass nur die Hälfte davon umgesetzt wird.

Der Euro gilt wie der US-Dollar als Weltwährung und wird entsprechend nachgefragt. Das Währungspaar Euro/Dollar ist daher eins der am häufigsten gehandelten Devisenpaare überhaupt. Ergreift eine Notenbank Maßnahmen, um ihre Währung zu stützen, wirkt sich dies auf den Kurs aller anderen Währungen aus. Am meisten bekommt die Folgen natürlich jene Währung zu spüren, die mit der gestützten Devise am häufigsten gehandelt wird.

Folgen weiterer Zinserhöhungen

Wenn die Federal Reserve ihre Ankündigung wahr macht und den Dollar durch weitere Zinsanhebungen verteuert, könnte der Kurs des Euro mit der Zeit unter Druck geraten. Schlimmstenfalls könnte die Stabilität der Gemeinschaftswährung in erheblichem Maß aufgeweicht werden, wenn Devisenhändler in großem Umfang auf sinkende Eurokurse setzen würden. Dies hätte eine Kapitalabwanderung in die USA und andere Länder mit stabilen Währungen und hohen Zinsen zur Folge. Dann käme die EZB nicht umhin Gegenmaßnahmen zu ergreifen und ihrerseits die Leitzinsen anzuheben, um den Euro zu stützen. Eine solche Währungspolitik würde im Gegensatz zur derzeitigen Linie der EZB stehen. Die setzt derzeit auf eine Politik des billigen Geldes, um die Konjunktur anzukurbeln. Hohe Zinsen machen Währungen zwar als Kapitalanlage attraktiv, belasten jedoch das Konsum- und Investitionsklima.

Fazit: Obwohl die erste Leitzinsanhebung der US-Notenbank seit neun Jahren von vielen Wirtschaftswissenschaftlern als „historisch“ angesehen wird, beeinflusst sie den Devisenmarkt kaum. Da die US-Wirtschaftsdaten derzeit günstig sind, erscheint die Zinsanhebung nach Meinung vieler Experten durchaus begründet und folgerichtig. Bleibt abzuwarten, wie die Zinspolitik der Federal Reserve im kommenden Jahr aussehen wird.

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