NAS Server oder USB Festplatte – Ein Vergleich

Seit mehreren Jahren nutzen wir zur Sicherung unserer Daten sowie zum streamen von Videoinhalten, einen NAS-System. NAS-Server sind Dateiserver, die als Speichermedium in einem Netzwerk zur Verfügung stehen. Auf die Speicherkapazitäten kann jeder Nutzer innerhalb des Netzwerks zugreifen, um Dateien abzurufen oder abzulegen.

Foto: © lucadp - photodune.net
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Vor dem Einsatz eines NAS Servers haben wir hier zur Datensicherung immer externe USB-Festplatten verwendet. Sie sind in ihrer herkömmlichen Anwendung mobile Datenspeicher, die vor Ort an ein Medium angeschlossen werden müssen. Die Verbindung findet über einen USB (Universal Serial Bus) Anschluss statt. In ihrer Geschwindigkeit unterscheiden sich die unterschiedlichen USB Festplatten voneinander. Außerdem ist die Transfergeschwindigkeit von Daten durch die jeweilige Schnittstelle beschränkt.

NAS-Server sind der USB Festplatte einen Schritt voraus. Sie sind in einem Netzwerk angeschlossen und jeder Benutzer kann auf die Daten zugreifen und selbst eigene Daten speichern. Zugriffsrechte können im Netzwerk individuell vergeben werden, um persönliche oder sensible Daten vor einem unbefugten Zugriff zu schützen. Die Verbindung zu dem NAS Server erfolgt über TCP/IP mit einer Ethernetverbindung. Der Datenaustausch erreicht dabei Geschwindigkeiten von 10 bis 100 Gigabits pro Sekunde.

Vergleich NAS Server und USB Festplatte

USB Festplatten eignen sich aufgrund ihrer geringen Kosten für den privaten Gebrauch und die Datensicherung des heimischen Personal Computers. Ihre Übertragungsrate ist ausreichend für kleine bis mittlere Datenmengen. USB Festplatten verfügen über keinen direkten Schutz vor Datenmissbrauch. Sie sind zwar lediglich lokal am Computer angeschlossen und mit den Standardeinstellungen kann kein weiterer Benutzer im Netzwerk auf die Daten zugreifen, doch sind die Inhalte der Festplatte nicht zusätzlich geschützt. Der Benutzer muss selbstständig Passwörter einrichten oder sich auf einen anderen Schutz verlassen, um seine sensiblen Daten zu schützen.

NAS Server hingegen sind in einem Netzwerk für jeden zugänglich und eignen sowohl privat, als für den Gebrauch in Firmen und Unternehmen, damit Daten schnell und sicher ausgetauscht oder zwischengespeichert werden können. Die Geschwindigkeit ist sehr hoch und auch alte Rechnermodelle können die Übertragungsrate bis zum Maximum ausnutzen. Die Einrichtung von NAS Servern ist zwar etwas komplizierter, denn es werden eine Reihe von zusätzlichen Funktionen installiert, die für den Datenschutz genutzt werden können. Jedem einzelnen Benutzer im Netzwerk können Lese- und oder Schreibrechte gewährt oder verweigert werden. Eine Speicherung sämtlicher systemrelevanter Daten ist problemlos möglich und ausführbar. Doch wenn er erst mal eingerichtet ist, können alle Funktionen genutzt werden. Ein weiterer Vorteil, der vor allem im privaten Bereich gerne genutzt wird, ist das Teilen von Familienfotos, Videos und Musik. Will man Freunden seine Fotos aus dem letzten Urlaub zeigen, so kann man direkt über den heimischen Fernseher auf das NAS-Laufwerk zugreifen und die Bilder auf einem großen Bildschirm präsentieren. Dasselbe ist natürlich auch mit Videos möglich – Alle Daten sind per W-LAN sofort verfügbar.

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1 Kommentar zu NAS Server oder USB Festplatte – Ein Vergleich

  1. „Doch wenn er erst mal eingerichtet ist, ist der NAS-Server können alle Funktionen genutzt werden.“ macht glaub ich keinen Sinn oder?
    Zum Artikel, sehr interessant. Ich finde die NAS Server vorallem aufgrund der letzten Argumentation auch für den privaten Gebrauch sinnvoll. Schaut man mal bei Amazon rein fangen die Preise schon bei 70,- an und gehen hoch bis ´beliebig´. Teilweise sind es auch nur Gehäuse ohne Festplatten, das würde man natürlich nachrüsten.
    Interessant wäre gewesen welchen NAS-Server ihr empfehlt, selber nutzt oder eben welche Modelle empfehlenswert sind und warum. Bspw. wieviel GHz sollte der Server leisten,…
    Ansonsten schöner Artikel der einen Denkanstoß gibt 😉

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