Heizen mit erneuerbarer Energie

Bild: © PetraD – photodune.net

In Zeiten, wo fossile Brennstoffe immer knapper werden, und Heizkosten stetig steigen, ist es Zeit umzudenken und nach Alternativen zu suchen. Natürlich spielt auch der ökologische Aspekt eine wichtige Rolle. Mit dem Umstieg auf erneuerbare Energien lassen sich Treibhaus-Emissionen um bis zu 80% verringern. Natürlich steht dies aber auch im Zusammenhang mit der Effizienz der Energiegewinnung, sowie der Bauweise im Hausbau (z.B. Passivhaus). Welche Alternativen gibt es also für fossile Brennstoffe?

Wärmepumpe

Mit der Wärmepumpe wird Energie aus einer unerschöpflichen Quelle gefördert: der Erdwärme. Die Erdwärme reicht aus, um eine Wohnung oder ein Haus über das ganze Jahr hinweg zu heizen. Genutzt wird die im Erdreich gespeicherte Sonnenenergie. Nachteil hier ist, dass die Wärmepumpen natürlich mit Strom betrieben werden müssen. Diese zeichnen sich aber durch eine hervorragende Effizienz aus. So kann zum Beispiel 1kWh Strom in bis zu 6kWh Heizwärme umgewandelt werden. Weitere Vorteile sind ganz klar der Wegfall eines Lagerraumes oder Schornsteins sowie der wartungsarme Betrieb.

Solarenergie

Solarenergie oder Solarkollektoren sind wohl die bekannteste Form zur Gewinnung von erneuerbarer Energie. Je nach Größe der Solaranlage, können mit dieser bis zu zwei Drittel des benötigten Warmwassers bereit gestellt werden, und zusätzlich noch 20% bis 30% der Heizenergie bereitstellen. Die Anschaffung einer Solaranlage ist zwar momentan noch sehr teuer, allerdings existieren diverse Förderprogramme, um die Anschaffung der Solaranlage oder deren Wärmepumpen erschwinglich zu machen. Nachteil besteht hierbei im Platzbedarf. Nicht nur Kollektoren müssen installiert werden, auch Wärmepumpen und Pufferspeicher benötigen ihren Platz.

Fernwärme

Die Fernwärme wird in einem zentralen Kraftwerk erzeugt. Als Energieträger dienen so genannte biogene Stoffe (z.B.: Holzpellets). Auch Abwärme, welche bei einem Fertigungsprozess in einer Fabrik gewonnen wird, kann verwendet werden. Geothermie findet ebenfalls manchmal ihre Anwendung. Die Wärme wird durch ein geschlossenes Rohrsystem in Form von Warmwasser zum Kunden transportiert. Das abgekühlte Wasser wird anschließend vom Kunden wieder zurück in das Kraftwerk geleitet, wo es wiederum erwärmt wird.
Vorteil ist hier ganz klar, dass keine extra Heizgeräte angeschafft werden müssen. Nachteil ist aber, dass Fernwärmekraftwerke nur in bestimmten Räumen (meist Großstädten) zur Verfügung stehen. Der Ausbau des Rohrsystems ist ebenfalls sehr kostspielig.

Biomasse

Ähnlich wie bei der Fernwärme, werden hier auch biogene Stoffe wie Stückholz, Pellets und Hackgut als Energieträger verwendet. Es handelt sich hierbei aber nicht um ein zentrales Kraftwerk, denn hier steht die Heizung, welche die biogene Stoffe verbrennt, in den eigenen vier Wänden. Da Holz ein nachwachsender Energieträger ist, handelt es sich hier ebenfalls um erneuerbare Energie.  Die gewonnene Wärme aus Biomasse wird auch CO2-neutral genannt. Dieser Begriff bedeutet, dass bei der Verbrennung der Stoffe so viel CO2 entsteht, wie die Pflanze vorhin aus der Luft aufgenommen hat. Bei einem Neubau sollte also darauf geachtet werden, dass genug Platz für einen Heizraum übrig bleibt, um zum Beispiel eine Pelletsheizung aufstellen zu können.

Zusammenfassung:

Jede Energieform hat seine eigenen Vor- und Nachteile. Vor allem bei einem Neubau sollte man darüber nachdenken, ob es nicht sinnvoll wäre, mehrere verschiedene erneuerbare Energieressourcen zu verwenden. Solarenergie lässt sich zum Beispiel sehr gut mit Erdwärmepumpen verbinden. Angesichts der steigenden Preise von Öl und Gas sollte nach Alternativen Ausschau gehalten werden.

 

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