Weltmarkt Videospiele

Game Controller
© Patrick Daxenbichler - Fotolia.com

Lange Zeit wurden Videospieler als Sonderlinge und Kellerkinder belächelt. Doch nicht nur das Medium Videospiel emanzipiert sich, auch der Markt rund ums Gaming expandiert in Rekordgeschwindigkeit und in unterschiedliche Richtungen. Ein Überblick über aktuelle Zahlen und Trends.

Marktmacht Mobile Gaming

Gaming ist mittlerweile ein Massenphänomen. Das liegt vor allem an der flächendeckenden Verbreitung eines digitalen Helferleins: Ein Smartphone befindet sich heutzutage in fast jeder Hosentasche, unabhängig von Geschlecht, Alter oder Gesellschaftsschicht. Gleichzeitig ist das Smartphone die beliebteste Spieleplattform der Deutschen: 85 % derjenigen, die Videospiele spielen, nutzen dafür ihr Telefon. So ergab eine Erhebung des Digitalverbands Bitkom, dass der Anteil der Gamer an der Gesamtbevölkerung stolze 42 % beträgt. Diese riesige Zielgruppe ist auch durchaus bereit, für Spiele zu bezahlen – allerdings nach einem Geschäftsmodell, das sich vom klassischen Kauf unterscheidet.

Erfolgsrezept Free 2 P(l)ay

Denn viele Entwickler stellen ihre Spiele mittlerweile kostenlos zur Verfügung. Einnahmen generieren sie über sogenannte Mikrotransaktionen. Das funktioniert so: Der Kunde lädt das Spiel – je nach Plattform – aus dem App Store oder von Portalen wie browsergames.de kostenlos herunter. Auch das Spielen selbst ist kostenfrei. Gefällt das Spiel, können Gamer zusätzliche Level, Fähigkeiten, virtuelle Währung oder kosmetische Gegenstände zur Verbesserung der Spielfigur für einen relativ geringen Preis hinzukaufen.

Das Konzept zahlt sich aus, so hat beispielsweise Nintendo mit Pokémon Go innerhalb von sieben Monaten schätzungsweise eine Milliarde Dollar umgesetzt. Und dies ist längst kein Einzelfall. Auch andere Titel kommen in ähnlichen Zeiträumen auf Umsätze in dreistelliger Millionenhöhe.

Davon profitieren beide Seiten: Die Spieler bekommen die Gelegenheit ein Spiel auszuprobieren, ohne dafür auch nur einen Cent zahlen zu müssen. Allerdings ist es nicht unüblich, dass manche Spieler mehrere Hundert oder gar Tausend Euro in virtuelle Gegenstände investieren – diese Spieler zahlen gewissermaßen für diejenigen mit, die sich mit der Gratisvariante zufriedengeben.

Wachstumsmarkt E-Sport

Aufgrund des gestiegenen Interesses an Videospielen rückt auch das Thema E-Sport verstärkt in den Fokus. In Südkorea sind Live-Übertragungen von Videospielen im TV schon seit Jahren Usus, erfolgreiche Spieler genießen dort einen ähnlichen Status wie hierzulande Fußballspieler.

Auch in Deutschland steigt die Popularität von E-Sport. Auf Plattformen wie Twitch verfolgt ein stetig wachsendes Publikum die Profigamer beim Spielen. Besonders beliebt ist das Spiel „League of Legends“ – ebenfalls ein Free-2-Play-Titel. Auf den Turnieren geht es teilweise um Preisgelder von mehreren Millionen Euro; 2015 sorgte die League-of-Legends-WM in Berlin für eine ausverkaufte Mercedes-Benz-Arena.

Das Marketingpotenzial von E-Sport haben mittlerweile auch namhafte Vereine wie der FC Schalke 04 erkannt, der 2016 eine eigene E-Sport-Abteilung gründete – samt League-of-Legends-Team.

Über Susi

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