Umweltfreundlich drucken: Darauf sollten Sie achten

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Das papierlose Büro ist in den meisten Fällen noch immer mehr Vision als Wirklichkeit. In der Praxis hat sich der Drucker als unverzichtbarer Teil der Büroausstattung erwiesen. Für die Umwelt ist dies nicht zwingend eine gute Nachricht: Denn bei jedem Druck werden Strom und andere Ressourcen verbraucht. Doch aus Sicht der Nachhaltigkeit gibt es keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken: Selbst wenn auf viele Ausdrucke noch nicht verzichtet werden kann, gibt es doch eine Reihe an Möglichkeiten, die Belastung für die Umwelt so klein wie möglich zu halten. Das Beste daran: Die Qualität des Drucks muss darunter nicht leiden.

Das richtige Gerät: Auf die Energieeffizienz achten

Schon beim Kauf des Druckers sollte das Thema Nachhaltigkeit eine Rolle spielen. Denn ähnlich wie bei Kühlschränken oder Waschmaschinen gibt es auch hier unterschiedliche Effizienzklassen. Fast alle Hersteller haben inzwischen spezielle Modellreihen auf dem Markt, die während des Betriebs deutlich weniger Strom verbrauchen – was die Umwelt enorm schont. So kommen einige Geräte inzwischen ohne die langwierige Aufwärmphase aus und reduzieren so den Stromverbrauch. Allerdings sind diese in der Anschaffung in der Regel auch vergleichsweise teuer. Diese Investition lohnt sich aber. Denn so kann man nicht nur umweltfreundlicher drucken, sondern auch die monatlichen Betriebskosten sinken.

Die richtigen Toner und Patronen

Ob Laser- oder Tintenstrahldrucker, immer gilt: Nach einer gewissen Zeit geht dem Gerät die Farbe aus. Am umweltfreundlichsten ist es, die Patrone oder den Toner reinigen und wieder befüllen zu lassen. Einige Hersteller bieten dafür eigens sogenannte Refill-Programme an. Diese stellen für den Kunden oft die unkomplizierteste Lösung dar, um einen umweltfreundlichen Austausch sicherzustellen. Auch beim Kauf der Patrone kann bereits auf die Nachhaltigkeit geachtet werden: Einige Hersteller verwenden nämlich zumindest teilweise recyceltes Plastik. Hier empfiehlt es sich, auf solche Informationen bei der Druckerpatronen Beratung vor dem Kauf besonders großen Wert zu legen.

Das Thema Recycling

Die leeren Druckerpatronen und Toner gehören keinesfalls einfach in den Hausmüll. Vielmehr schreibt der Gesetzgeber eine ordnungsgemäße Entsorgung vor. Die meisten Hersteller haben darauf bereits reagiert und entsprechende Rücknahmeprogramme aufgelegt. Diese haben den Vorteil, dass dort sichergestellt ist, dass die zurückgegebenen Produkte bestmöglich verwertet werden. Selbiges gilt bei den Sammelboxen, die in vielen Fachgeschäften für Druckerzubehör zu finden sind. Alternativ ist auch eine Entsorgung über den Wertstoffhof möglich. Auch hier dürfen die Patronen und Kartuschen aber nicht einfach in den Sammelbehälter wandern, sondern müssen gesondert entsorgt werden.

Der Vorteil: Auf dem Wertstoffhof können auch alte und nicht mehr benötigte Drucker abgegeben werden. Darüber hinaus können Druckerpatronen auch für einen guten Zweck gespendet werden.

Umweltfreundlicher drucken mit Recyclingpapier

Grundsätzlich lassen sich drei Arten von Druckerpapier unterscheiden:

  1. Recyceltes Papier: Die Blätter bestehen aus bereits verwendetem Papier, es werden also keinen neuen Rohstoffe benötigt. Dies ist die nachhaltigste Form des Druckerpapiers. Zu erkennen sind die Produkte am Siegel des „Blauen Engel“.
  2. Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft: Hier werden zwar neue Holzfasern verwendet. Bei der Produktion wird aber sichergestellt, dass der Waldbestand dauerhaft erhalten bleibt. Zu erkennen ist das Papier an der FSC/PEFC-Zertifizierung.
  3. Nicht zertifiziertes Papier: In diesen Fällen ist nicht zu erkennen, woher die benötigten Holzfasern stammen. Daher ist aus umwelttechnischer Sicht von solchem Druckerpapier abzuraten.

Auch die richtige Nutzung spielt eine Rolle

Beim Einkauf und der Entsorgung auf Nachhaltigkeit zu achten, ist aber nur die eine Seite der Medaille. Auch bei der Nutzung zu Hause oder im Büro, kann die Umweltbilanz des Druckers noch beeinflusst werden. Einige Tipps sind beispielsweise:

  1. So wenig Stand-by-Modus wie möglich: Ähnlich wie beim Fernseher sollte das Gerät so oft es geht, komplett ausgeschaltet werden. Andernfalls können selbst effiziente Geräte zum Stromfresser werden.
  2. Nur drucken, was tatsächlich in Papierform benötigt wird. So muss bei weitem nicht jede E-Mail auch ausgedruckt werden.
  3. Beide Seiten des Papiers nutzen: Auch die Rückseite kann immer bedruckt werden. Viele Drucker bieten dafür sogar spezielle Funktionen an.
  4. Im Zweifel in schwarz-weiß drucken. Farbdrucke sind deutlich weniger umweltfreundlich und sollten daher nur zum Einsatz kommen, wenn dadurch ein Vorteil in der Darstellung entsteht.
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2 Kommentare zu Umweltfreundlich drucken: Darauf sollten Sie achten

  1. In unserem Büro wurden Ende 2015 alle Drucker entsorgt bis auf einer, der direkt bei unserem sehr sehr grünen Chef steht :D Das heisst: jeder der etwas druckt überlegt sich 5mal ob es nicht eine einfache Mail auch tut :)

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