Anwendung von Dosiertechniken in der industriellen Produktion

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Die Dosiertechnik spielt in vielen Produktionsprozessen eine entscheidende Rolle. Sie sorgt für einen geschlossenen Materialkreislauf und bestimmt die Qualität des Endprodukts. Vom richtigen Dosieren hängt die Langlebigkeit von Dichtungen und vielen anderen Industriegütern ab. Unternehmen wie bdtronic nutzen dabei nicht nur die Standardvorgaben ihrer Maschinen, sondern beziehen individuelle Kundenvorgaben mit ein. Unter Berücksichtigung dieser kundenspezifischen Angaben entstehen optimal aufeinander abgestimmte Erzeugnisse.

Je nach Art des Verfahrens zeichnen sie sich durch bestimmte Eigenschaften aus. Platinen und andere elektronische Bauteile leiten Strom besonders gut weiter, während Dichtungen sehr fest schließen. Die Zahl der Branchen, für die das Dosieren ein unverzichtbarer Bestandteil des Produktionsprozesses darstellt hat in den vergangen Jahren stark zugenommen. Der technische Fortschritt eröffnet dem Verfahren ständig neue Aufgabenbereiche. So bedient sich die Automobilindustrie bereits seit längerem dieser Methode, um hochwertige Scheinwerfer, Schließsysteme, Frontscheiben, Batterien und andere KFZ-Teile zu produzieren. Neue Entwicklungen in der Elektro- und Hybridtechnik haben dem Dosieren weitere zukunftsträchtige Felder erschlossen. In der Mess- und Sensortechnik tätige Betriebe können auf die Dosiertechnik ebenso wenig verzichten wie Unternehmen der Luft- und Raumfahrtindustrie. Das trifft auch auf die Firmen zu, die sich auf Produkte im Bereich der Erneuerbaren Energien spezialisiert haben. In der Elektrotechnik sorgt das präzise Dosieren von Wärmeleitpasten für optimale Qualität.

Optimale Materialausnutzung

Feinjustierte Anlagen erreichen eine optimale Materialverwertung und bieten einen in sich geschlossenen Materialkreislauf. Sie sind in der Lage, einzelne Prozesse wie Fördern, Befüllen und Temperieren simultan durchzuführen. Auf diese Weise erleidet der Produktionskreislauf keine Unterbrechung und bleibt in höchstem Maße effizient. Mit diesen Systemen lässt sich sowohl kostensparend arbeiten als auch eine gleichbleibend hohe Produktqualität einhalten. Je nach Art der Verarbeitung sprüht, klebt, schäumt oder vergießt die Dosierzelle das Dichtungs-, oder Haftmaterial auf die zu behandelnden Werkstücke. Die Produktion elektronischer Bauteile stünde ohne Dosiertechnik noch in den Kinderschuhen. Die Qualität von Sensoren und Halbleitern hängt zum großen Teil vom richtigen Dosieren ab. Weitere Bereiche, die ohne Dosierung heutzutage undenkbar wären, sind u.a. die Imprägniertechnologie und die Plasmabehandlung. In der Verbindungstechnologie bietet das Heißnietverfahren beste Voraussetzungen für die Verbindung einzelner Komponenten. Gerade bei druck- und temperaturempfindlichen Bauteilen hat sich diese Methode sehr gut bewährt.

Vielfältige Funktionen und hohe Flexibilität

Moderne Dosierzellen sind flexibel in der Handhabung. Mit ihnen lassen sich sowohl niederviskose als auch pastöse Reaktionsgießharze verarbeiten. Funktionen wie ein 3-D Achssystem und mehrköpfige Dosierung ermöglichen den Einsatz individuell erstellter Mischungen jenseits vorgegebener Standardwerte. Auch als schwierig geltende Mischverhältnisse stellen für diese modernen Systeme keinerlei Problem dar. Ebenso lassen sich die Dosierungsmaterialien je nach Bedarf statisch oder dynamisch mischen. Das Dosieren von Kleinstmengen und die maximale Ausnutzung der Füllmenge halten den Materialverbrauch auf einem niedrigen Niveau. In Zeiten von Rohstoffverknappung stellt dies eine wichtige Eigenschaft hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit auf den internationalen Märkten dar. Durch Reinigungen bedingte Ausfallzeiten fallen in der Regel nicht an, da das System selbsterhaltend arbeitet. Was das optimale Dosieren betrifft, kann eine einzelne Anlage die Vielzahl der unterschiedlichen Anforderungen nicht erfüllen. Daher kommen bei den einzelnen Verarbeitungsprozessen verschiedene Maschinen zum Einsatz.

Je nach Bedarf greifen die Facharbeiter auf vollautomatische oder manuelle Dosieranlagen zurück. Soll die Verarbeitung unter Vakuum erfolgen, bedarf es der Hilfe spezieller Vakuum-Dosiermaschinen. Damit lässt sich bei den zu behandelnden Bauteilen ein blasenfreier Verguss erzeugen. Für größere Serienproduktionen eignen sich vollautomatische Misch- und Dosiermaschinen. Diese Anlagen bieten eine Reihe von Erweiterungsmöglichkeiten durch Hinzufügung modularer Komponenten. Manche erlauben den Einsatz eines Kartuschensystems oder die Nutzung eines zusätzlichen Dosierkopfes, Wieder andere lassen sich in Windows basierte EDV-Systeme einbinden und per Computer steuern. Dies bietet die Möglichkeit der permanenten Prozesskontrolle.

Für eine lange Lebensdauer

Um bei Kabeldurchführungen und elektronischen Komponenten eine möglichst lange Lebensdauer zu erreichen, bietet sich der sogenannte „Verguss unter Atmosphäre“ an. Hier werden die Werkstücke mit dem Vergussmaterial gefüllt oder vergossen, um sie vor Material zersetzenden Außeneinflüssen zu bewahren. Alternativ dazu erfüllt der Vakuumverguss bei diesen Bauteilen dieselbe Funktion, wobei dem Werkstück hier im Vorfeld der Behandlung Luft und Feuchtigkeit vollständig entzogen werden. Danach werden die Teile mit dem Vergussmaterial umschlossen. Die Auftragung wärmeleitfähiger Pasten sorgt bei Leiterplatten und Kühlkörpern für eine energieeffiziente Wärmeableitung. Flüssige Dichtsysteme schließen die Bauteile ab und halten sie staub- und wasserdicht.

Weitere Anwendungsmethoden, die in Zusammenhang mit Dosierungssystemen genutzt werden, sind die Auftragung von Klebestoffen zur Verbindung unterschiedlicher Materialien bzw. Bauelementen. In der KFZ-Produktion werden so z.B. Türgriffe und Leuchten am Auto angebracht. Um Fenster und Filter dicht zu halten, bedient man sich in der KFZ-Herstellung dagegen geschäumter Flüssigdichtungen, die optimal dosiert aufgetragen werden. Aufgrund ihrer Komplexität empfiehlt es sich, die Dosierungsanlagen nur von eigens geschultem Fachpersonal bedienen zu lassen. Hersteller dieser Systeme bieten häufig Kurse und Fortbildungen an, in denen die Teilnehmer die Bedienung der Maschinen erlernen.

Über Susi
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