Handy schützen? Aber sicher! 

Smartphone ins Wasser gefallen
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Das Thema Handyschutz beschäftigt bei Weitem nicht nur IT-Profis: Seitdem beliebte Modelle wie das iPhone mit Verbiegungen zu kämpfen haben (Stichwort Bendgate) oder die nicht weniger gelobten Galaxy-Versionen aus dem Hause Samsung mit Akkuproblemen für Schlagzeilen sorgen, ist der Schutz des digitalen Alltagbegleiters für Abermillionen Menschen von großer Bedeutung. Aufgrund dessen gelten zwei Maßnahmen als recht sinnvoll, um das Handy beziehungsweise Smartphone bruch-, biege- und beulensicher zu machen: das Nutzen einer Handyhülle und/oder der Abschluss einer Handyversicherung.

Die Schutzhülle: für jedes Handy eine passende Lösung

Die erste Möglichkeit, den kleinen Mobilfunkmeister zu schützen, stellt der Einsatz einer Handyhülle dar. Da die Auswahl an Smartphones in letzter Zeit nahezu expotenziell zugenommen hat, gilt es, beim Griff zur Hülle unbedingt auf die genaue Seriennummer und mitunter sogar auf das Erscheinungsjahr zu achten. Nur so sind die Passgenauigkeit sowie die Erreichbarkeit aller Tasten und somit auch die uneingeschränkte Funktionalität des Geräts gewährleistet. Der große Vorteil einer Handyhülle: Sie ist nicht absolut und vergleichsweise preiswert. Knapp 10 Euro werden für eine klassische Handyhülle fällig. Und sollte der Schutzbeschlag doch nicht überzeugen, ist sie um Handumdrehen abmontiert.

Von einer klassischen Handyhülle kann bei genauerer Betrachtung übrigens nicht mehr die Rede sein, denn die Auswahl der Handyhüllen ist im Vergleich mit den eigentlichen Geräten noch kräftiger angestiegen. Grund: Manch Nutzer stellen besondere Ansprüche an die Hülle. So sind einige Versionen, etwa eine Hülle für das One M9, wie sie der Hüllenspezialist etuo.de anbietet, recht neutral gehalten und umspannen lediglich die Hinterseite des Geräts, wohingegen sogenannte Cases das gesamte Handy einhüllen. Häufig sind zudem Clips, Halterungen, Kartenfächer und Ständer in den Hüllen integriert. Und mit einem Bumper wird das Handy per Gummimantel weitestgehend sturzsicher gemacht. Nicht zuletzt kann eine Hülle optisch entzücken und dem Modell einen gewissen Individualcharakter verleihen. Dennoch: Eine Handyhülle stellt keinen Garant für Unversehrtheit dar! So können Prozessor, Speicher und Bildschirm selbst mit einer entsprechend ausgelegten Hülle nicht gänzlich geschützt werden. Panzerglas etwa ist weit weniger bruchsicher als vermutet und auch dämpfende Materialien à la TPU & Co. können keineswegs die Wucht eines Aufpralls aus großen Höhen abfangen. Zudem heben robuste Handyhüllen den Umfang sowie das Gewicht des Smartphones an; es verliert an Mobilität!

Auf der sicheren Seite per Handyversicherung?

Deutlich kostspieliger erfährt das Handy mit einer Versicherung Schutz vor Schrammen und Brüchen. Beliebt sind Handyversicherungen aufgrund der Annahme, diese zahlten in jedem Schadensfall. Doch dem ist eindeutig nicht so! Hier gilt es wie bei jedem Vertrag, auf das Kleingedruckte zu achten: Anbieter wie Friendsurance, Schutzklick und Trusted beispielsweise schließen je nach Versicherungsmodell bestimmte Schäden aus: Wasserschäden und Kratzer werden von zahlreichen Versicherungen nicht abgedeckt. Außerdem ist es für den Kunden mitunter sehr schwer nachzuweisen, dass der Schaden nicht aufgrund von Fahrlässigkeit – ein weiterer Grund für eine Zahlungsverweigerung – entstanden ist.

Dennoch: Für Vieltelefonierer kann eine passende Versicherung durchaus von Vorteil sein. So versprechen sich manch Besitzer von „Altgeräten“ eine zukünftige Wertsteigerung und wollen mit einer Handyversicherung ihre kleine Altersvorsorge schützen. Dies durften bereits sorgsame Besitzer der ersten iPhone-Generation erleben: Bis zu 30.000 Euro kann der Verkauf eines solchen Stücks der Mobilfunkgeschichte einbringen. Rechnerisch von Vorteil ist zudem häufig ein Hinzubuchen dieser Schutzmethode: In einem Bundle mit einem Handyvertrag ist die Versicherung in der Regel etwas günstiger zu haben. Auch im Zuge eines Sim-freien Modells kann eine Handyversicherung geordert werden, denn nicht nur Vodafone & Co., sondern auch Saturn und andere Technikriesen führen entsprechende Pakete.

Ob die mitunter stark variierenden Zahlungen zwischen 3 und 15 Euro pro Monat tatsächlich ihr Geld wert sind, muss selbstverständlich jeder Käufer beziehungsweise Kunde selbst wissen, sollte sich jedoch stets im Klaren sein, dass es sich bei Handyversicherungen um wasserdichte Verträge handelt: Einmal abgeschlossen wird der Nutznießer zu regelmäßigen Zahlungen verpflichtet. Einen Vorteil vieler Versicherungsangebote macht allerdings die Möglichkeit, bestimmte Optionen hinzubuchen zu können, aus. Mit einem weltweiten Diebstahlschutz samt kostenlos sowie automatisch getätigter Systemkopie in einer Cloud beispielsweise erhalten Vielreisende eine durchaus interessante Sicherung ihres Geräts inklusive der zahlreichen Daten.

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